Mit der in der BRD bekannten markanten Generationseinheiten hat die DDR keine vergleichbare Genenerationen hervorgebracht.
Die prägenden Aktivitätsformen Jugendlicher in 40 Jahren DDR waren:
• ihr anhaltendes Mitmachen bei der weiteren Gestaltung der sozialistischen Gesellschaft, trotz vieler Warnzeichen und punktueller Zweifel an der Legitimität der SED-Herrschaft
• ihre schrittweise Distanzierung vom "real existierenden Sozialismus".
Für den Zeitraum von 1945 bis 1989 zeichnen sich demnach drei prägende Generationseinheiten ab:
• Aufbaugeneration
• Integrierte Generation
• Distanzierte Generation
Diese Generationsgestalten entwickelten sich - ausgehend von ihrem jeweiligen Geburtszeitraum - nicht parallel, sondern quer zu den zeitgeschichtlichen Etappen.
Diese dreigliedrige Generationenfolge erfasst den Mainstream der Jugendentwicklung, dessen jeweiliger politischer, kultureller und sozialer Charakter. Zur Auflösung der Fußnote [8] den zentralen Generationseinheiten seinen Stempel aufgedrückt hat, wie sie auch ihrerseits die historischen Phasen, in denen sie dominant waren, (mehr oder minder) aktiv geprägt haben. Ihnen zur Seite bzw. konträr entgegen standen stets weitere Generationseinheiten, die jedoch keinen prägenden (und damit namengebendenen) Status für "ihre" Generation zu erlangen vermochten. Dennoch sind sie als Widerpart für die Prägnanzbildung des Mainstreams unabdingbar. quelle: Bernd Lindner, Bundeszentrale für politische Bildung