Das
Methanhydrat ist ein Stoff (Schlamm/Eis), der das
160fache seines Volumens an
Methan in sich hat und bildet ein enormes
Energiepotential.
Methan ist aber auch eines der
stärksten Treibhausgase (
Klimagase). Es ist erzeugt einen etwa
20 bis 30-fach stärkeren Treibhauseffekt im Vergleich zum
Kohlendioxid. Durch die globale Erwärmung der Weltmeere und in Permafrostgebieten können die
Methanhydrate zunehmend zersetzen und so den
Treibhauseffekt zunehmend verstärken.
Außerdem kann durch eine
punktuelle Ausgasung (methanausgasender Schlammvulkane) am Meeresgrund das darüberliegende
Wasser (und die
Luft darüber) auch
für größere Schiffe und Flugzeuge nicht mehr tragfähig sein. (Hier kann z. B. das Geheimnis des
Bermudadreiecks liegen, in dem
Schiffe und Flugzeuge verschwinden).
Die Methanhydrate sind hauptsächlich auf dem Meeresgrund vorhanden. Aber auch im Thermafrostboden (Jahresdurchschnittstemperatur -1 °C) sind sie in großen Mengen vorhanden. In Methanhydraten sollen ca. 10.000 Gigatonnen Kohlenstoff gebunden sein.
Diese Menge übersteigt die Kohlenstoffmenge der zur Zeit bekannten Vorkommen fossiler Brennstoffe bei weitem und ist ein Energiepotenzial für die Zukunft. Allerdings müssen hier noch Fördermethoden entwickelt werden, damit das Gas nicht ungenützt in die Atmosphäre entweichen kann. Aber auch Treibhausproblematik des Kohlendioxids aus der Verbrennung, muss noch geklärt werden.
Die Gasindustrie verfügt um die Jahrtausendwende noch über genügend Gasreserven für mehr als eine Generation, so dass nur einzelne Länder, wie z.B. das an Erdöl und Erdgas arme Japan, bedeutende Schritte unternehmen um eine wirtschaftliche Gewinnung von Gas aus Gashydratlagern zu erreichen. Die Förderung aus den Weltmeeren mag zwar aufgrund der größeren Vorkommen attraktiver erscheinen als eine Förderung aus Permafrostlagern, ist aber aufgrund der ungleich schwierigeren Förderbedingungen, des Georisikos und der bisher unbekannten Umweltauswirkungen wirtschaftlich kurz- bis mittelfristig eher unwahrscheinlich. Eine Gasgewinnung aus Gashydraten in Permafrostgebieten, wie sie in geringen Mengen bereits in Sibirien existiert, könnte allerdings in der näheren Zukunft von Bedeutung sein. Quelle: Leibniz-Institut für Meereswissenschaften
Einige Geologen vertreten die Meinung, dass die ausgedehnten Methanhydrat-Lagerstätten am Meeresgrund und in Permafrostgebieten sowie die Existenz methanausgasender Schlammvulkane, die man an der Erdoberfläche und am Meeresgrund findet, durch abiotische Vorgänge entstehen. So wird geschätzt, dass die Methanhydrate ca. 10 000 Milliarden Tonnen Kohlenstoff enthalten. Solche Mengen könnten nur Bestandteil eines nicht biologischen Kohlenstoff-Zyklus sein, so ist die Meinung. So tritt z. B. durch Schlammvulkanen aus tiefen Sedimentschichten ein Gemisch aus Wasser, Gas und Schlamm aus und bildet Vulkankegel. Aus ihnen sollen jährlich mindestens sechs bis neun Millionen Tonnen Methan ausgasen.
Methan (CH
4) ist ein aggressives
Klimagas (Treibhausgas) ist, das
20- bis
30-mal wirkungsvoller ist als
Kohlendioxid (CO
2).
Methan ist ein brennbares Gas, das beim Faulprozess organischer Stoffe (Mülldeponien,
Kohlebergwerken,
Abwasserreinigung) entsteht und ist der Hauptbestandteil von
Erdgas,
Biogas, Sumpfgas und Holzgas. Auch beim Reisanbau und durch die Viehzucht (das Gas entweicht aus dem Verdauungssystem der Wiederkäuer) entsteht
Methan.
Wenn sich das
Weltklima weiter erwärmt und die Meere aufheizt, könnte sich das
Methanhydrat am Meeresgrund nach und nach auflösen. Damit steigt die Gefahr, dass
Methan unkontrolliert in die Atmosphäre entweicht und den
Treibhauseffekt drastisch verstärkt. Die Meere würden noch wärmer, und noch mehr
Methanhydrat würde aufgelöst. Ein Teufelskreis, der die Welt dramatisch verändern könnte.