Besonders in wirtschaftlich starken Gebieten, wie Hamburg, München oder den Großstädten des Ruhrgebiets, werden die Mieten immer teurer. Damit der Mietpreisanstieg einerseits gegenüber dem Mieter gerechtfertigt ist und andererseits die Umwelt geschont und Energiekosten eingespart werden können, lassen viele Vermieter die Wohnungen sanieren. Eine Sanierung bedeutet sehr viel mehr als eine normale Renovierung.
Baumaßnahmen, die länger als drei Monate dauern, ziehen Mietminderungen nach sich. Bild: flickr.com © EnergieAgentur.NRW (CC BY 2.0) Unterschied zwischen Sanierung und Renovierung
Renovierung bedeutet, Schönheitsreparaturen an der Wohnung durchzuführen. Dies kann vom Mieter verlangt werden: neue Tapeten an die Wände, einen neuen Fußboden oder das Verspachteln von Löchern in den Wänden. Sanierung hingegen bedeutet, eine Wohnung entweder wieder
wohngerecht herzurichten oder die Modernisierung einer eigentlich noch wohngerechten Wohnung. Sofern der Vermieter kein baufälliges Haus kauft, das von Grund auf saniert werden muss, ehe die neuen Mieter einziehen können, ist mit Sanierung meistens eine Modernisierung gemeint. Diese bietet Vorteile für Mieter und Vermieter. Meistens werden dadurch die Heizanlagen modernisiert, sodass die Energiekosten sinken - bis zu
500 Euro im Jahr können so pro Haushalt eingespart werden, wie
klima-sucht-schutz.de berichtet. Allerdings funktioniert dies nur, wenn zugleich auch richtig geheizt wird. Die Ratschläge dafür sind vielfältig und es müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, wie beispielsweise die Bauart des Hauses und die Art der Heizflächen.
Richtiges Heizen, mit Berücksichtigung der verschiedenen Faktoren, wird unter
SHKwissen beschrieben.
Mietpreisanstieg nach Sanierung
Die Modernisierung bedeutet allerdings für den Mieter noch mehr als nur die Einsparung von Heizkosten: Seit Mai 2013 gibt es ein neues Gesetz, nachdem energetische Sanierungen, also Maßnahmen die dazu beitragen, dass Energie effizienter genutzt werden, auf den
Mietpreis aufgeschlagen werden können. Dies betrifft allerdings keine Modernisierungen, die rein auf den Schutz der Umwelt abzielen - eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach darf deswegen keine Mieterhöhung nach sich ziehen. Währen der Baumaßnahmen der energetischen Modernisierung dürfen die Mieter zudem keine
Mietminderung mehr verlangen, solange die Maßnahmen innerhalb von drei Monaten fertig gestellt sind. Erst ab dem vierten Monat kann die Mietminderung geltend gemacht werden, wenn die Baumaßnahmen nicht beendet sind und dies die Nutzung der Wohnung beeinträchtigt.
Warum sollte man sanieren?
Neben dem Klimaschutz und der Mieterhöhung gibt es noch einen weiteren Grund, aus dem Vermieter ihre Wohnungen sanieren sollten: Die
Attraktivität. Vor allem in wirtschaftlich schwachen Gebieten, in denen es keinen Wohnungsmangel gibt, kann die Sanierung einer Wohnung für die Entscheidung des Mieters sorgen, diese Wohnung zu nehmen. Allerdings sollten die Vermieter dennoch auf die Lage achten - wenn diese nicht günstig gelegen ist, könnte es sein, dass der Mietpreis durch die Modernisierung für viele potenzielle Mieter als zu hoch angesehen wird. „Die Lage des Objekts ist neben dem Zustand, der Ausstattung und der Vermietbarkeit ein entscheidendes Kriterium für die dauerhaft gute Rendite“, so Steuerberater Daniel Frischkorn von Ecovis in Berlin gegenüber dem
Focus.
Eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach darf keine Mieterhöhung nach sich ziehen. Bild: commons.wikimedia.org © High Contrast (CC BY 3.0 DE) | Die richtige Wohnung zum Vermieten finden
Wer also Gewinn mit seiner Mietwohnung erwirtschaften will, sollte beim Kauf oder bei der Modernisierung auf die Lage und den Zustand achten: In strukturstarken Gebieten sollte es kein Problem darstellen, die Kosten der notwendigen Baumaßnahmen der Wohnung durch die Miete wieder zu erwirtschaften. Um die passende Wohnung für die Kapitalanlage in Immobilien zu finden, gibt es viele Möglichkeiten. Einerseits kann ein Makler beauftragt werden, der allerdings meist eine recht hohe Courtage verlangt. |
Andererseits ist es möglich, wenn der zukünftige Vermieter die Region kennt und die Lage der Wohnung einschätzen kann, dass er sich selbst auf die Suche nach einer passenden Wohnung macht. Dies kann er beispielsweise durch Aushänge bei
Immobilienbüros oder durch die Suche im Internet auf
Portalen wie
ImmobilienScout24.