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Autoren
OldBo
17.12.2019
Die Ratschläge, die man im Internet findet, scheinen alle voneinander abgeschrieben zu sein. Meistens stehen die Raumtemperaturen im Vordergrund der Betrachtungen. Nach dem Mottto - 1 °C weniger ergeben 5 bis 8 % Einsparung.
Raumtemperaturen
 Raumtemperaturen
Behaglichkeitsbereich
 Behaglichkeitsbereich
Oberflächentemperaturen
 Oberflächentemperaturen
Quelle: W. Frank
Kaltlufteinfall
 Kaltlufteinfall
Quelle: Heizkonvektor.de

Die Ratschläge, die man im Internet findet, scheinen alle voneinander abgeschrieben zu sein. Meistens stehen die Raumtemperaturen im Vordergrund der Betrachtungen. Nach dem Mottto - 1 °C weniger ergeben 5 bis 8 % Einsparung. Ob solche Ratschläge wirklich sinnvoll sind, halte ich für fragwürdig.

Auch wird bei den meisten Ratschlägen das richtige Lüften in den Vordergrund gestellt, da beim Lüften die meisten Fehler gemacht werden.

Die Frage - wie wird richtig geheizt? - ist eigentlich nicht allgemein und schnell zu beantworten. Zuerst muss man sich selber die Frage stellen - was will ich durch den Ratschlag erreichen?

Wenn nur die Raumtemperatur im Vordergrund steht, dann ist der oben angegebene Ratschlag richtig. Aber nur die Temperatur als Parameter des Energiesparens zu sehen, halte ich für fachlich daneben und letztendlich für einen unnützen Ratschlag. Vor allen Dingen dann, wenn man nicht einmal weiß - ein Grad weniger von was? Von der Normtemperatur, dem Temperaturempfinden der weiblichen oder männlichen Bewohner oder vom Alter der Bewohner?

Auch die Bauart des Hauses (Massiv- oder Holzständerhaus), die Güte der Außendämmung und die Art der Heizflächen (Konvektoren, Radiatoren, Heizplatten und Flächenheizung [Fußboden-, Wand- oder Bauteilaktivierung]) haben einen Einfluss auf das "richtige Heizen". Außerdem ist eine Vorlauftemperaturregelung mit den entsprechend richtigen Einstellungen Voraussetzung für einen ordnungsgemäßen Betrieb

Ich gehe einmal davon aus, dass man die Wohnung oder das Haus beheizt, um sich Wohl zu fühlen. Und schon diese Tatsache beinhaltet, dass man die  Frage nicht allgemein beantworten kann.

Im Vordergrund steht also die "Thermische Behaglichkeit".

Die thermische Behaglichkeit wird durch folgende Größen bestimmt:

  •  Raumlufttemperatur
  •  relative Feuchte der Raumluft
  •  mittlere innere Oberflächentemperaturen der raumumschließenden Flächen
  • Wärmeableitung von Fußbodenoberflächen
  • Luftgeschwindigkeit

Die Raumtemperatur und die relative Luftfeuchte stehen immer in einem Verhältnis. So wird z. B. eine höhere Luftfeuchte als wärmer empfunden.

Auch beeinflussen zu kalte Wand- oder Fensterflächen das Wärmeempfinden bei "richtigen" Raumtemperaturen.

Natürlich müssen die Thermostaten an den Heizkörperventile bzw. die Raumthermostaten auf die gewünschte Raumtemperatur eingestellt sein, damit sie auch die Fremdwärme (elektrische Geräte, Sonneneinstrahlung, erhöhte Personenzahl) wahrnehmen und den Energiefluss an den Heizflächen abstellen.

Eine richtig ausgelegte und einregulierte Heizungsanlage (Heizlastberechnung, Heizflächenauslegung, hydraulischer Abgleich, richtig eingestellte Heizkurve) ist für das gleichmäßige Beheizen aller Räume eines geregelten Heizkreises vorgesehen. Ein übermäßiges Abkühlen (Absenken oder Abstellen) nicht genützter Räume spart zwar auf den ersten Blick Energie, aber da die Begrenzungsflächen auch abkühlen, kann es sein, dass die beheizten Räume nicht richtig warm werden oder die Behaglichkeit beeinträchtigt wird. Hier spielen die nachträglich eingebauten elektronischen Heizkörperthermostaten eine wichtige Rolle, weil hier oft das vorher gesagte nicht beachtet wird und nur ein "Energiesparen" im Vordergrund steht.

Außerdem besteht die Möglichkeit, dass die abgekühlten Räume nicht mehr ausreichend aufgeheizt werden können.

Ein zu starkes Auskühlen nicht genutzter Räume in Verbindung mit dem häufigen Öffnen der Türen zu beheizten Räumen kann zu Feuchteschäden bzw. Schimmelpilz führen.

Ein häufig unterschätzter Faktor für die richtige Wohlfühlttemperatur kann eine falschausgelegte lüftungstechnische Anlage bzw. falschgesetzte Luftauslässe solcher Anlagen sein. Hier kann es durch zu hohe Strömungsgeschwindigkeiten oder zu kalter Außenluft zu Zugerscheinigungen führen.

Ein oft nicht gesehenes Einsparpotential sind vorgezogene Fenstervorhänge (wobei die Heizkörper nicht verdeckt werden sollten), heruntergelassene Außenjalousien und geschlossene Türen zu niedriger geheizten Nebenräumen. Auch Türschwellen oder Dichtlippen an den Türen können einen Kaltlufteinfall verhindern.

Natürlich wäre auch zu überlegen, ob man sich im Winter mit leichter Sommerkleidung in beheizten Räumen aufhalten sollte.

Dass die Heizungsanlage vor der Heizperiode gewartet und gereinigt werden sollte, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Hier bietet sich ein Heizungscheck oder eine anlagengerechte Inspektion an. Auf jeden Fall sollten die Heizflächen luftfrei und der Druck in der Anlage richtig einstellt sein.

Am meisten Energie spart man, wenn man überhaupt nicht heizt :>))

Fenster auf?
Funk-Elektronik-Thermostat mit Funk-Fensterkontakt
 Funk-Elektronik-Thermostat mit Funk-Fensterkontakt
Quelle: ELV Elektronik AG
Besonders in Ferienhäusern bzw. -wohnungen aber auch in Mietshäusern wird nicht besonders darauf geachtet, dass die Fenster währender Heizperiode nur kurzzeitig zum Lüften geöffnet werden sollten. Wie oft kann man beobachten, dass viele Fenster auf der "Kipp-Stellung" geöffnet sind. Diese Tatsache führt nicht nur zu unnötig hohen Energieverlusten, sondern auch zu Bauschäden (Schimmelpilz) an den Fensterlaibungen.

Hier ist der Einsatz von Fenstersensoren sinnvoll, die die Heizkörperthermostatventile schließen, wenn die Fenster geöffnet werden. Diese Regelung gibt es als Einzelbauteile-Sets oder sie werden in die Heizungsregelung integriert.
So regelt z. B. ein Stellantrieb beim Lüften die Temperatur, um Heizkosten zu sparen.  Mit einem Fenstersensor wird die Temperatur  nur während der Fensteröffnung heruntergeregelt. Aber auch ohne Fenstersensor erkennt der Stellantrieb eine stark absinkende Temperatur durch das Lüften automatisch und regelt die Wärmezuführ runter.
Raumtemperaturmessung
Bei der Innentemperatur in Räumen unterscheidet man zwischen Raumtemperatur1, Lufttemperatur2 und Klimasummenmaß3.
1 Die Raumtemperatur ist die vom Menschen empfundene Temperatur. Sie wird u.a. durch die Lufttemperatur und die Temperatur der umgebenden Flächen (insbesondere Fenster, Wände, Decke, Fußboden) bestimmt.
2 Die Lufttemperatur ist die Temperatur der den Menschen umgebenden Luft ohne Einwirkung von Wärmestrahlung.
3 Ein Klimasummenmaß ist eine Zusammenfassung von mehreren Klimagrößen (Lufttemperatur, Luftfeuchte, Luftgeschwindigkeit, Wärmestrahlung).

Raumtemperaturmessung

Im Streitfall (z. B. ob die vertraglich festgelegten Raumtemperaturen erreicht werden) und hier besonders, wenn es vor Gericht geht, muss es Regeln bzw. Vorgaben geben, an die man sich halten muss. Auch wenn das nicht unbedingt ziehlführend ist, weil letztendlich die Behaglichkeit die größere Rolle spielt. Nur hat aber jede Person ein anderes Wohlfühlempfinden.

Die Raumtemperatur in Wohngebäuden wird nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) - Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) - DIN 18380 - "Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen" in der Mitte des Raumes in 0,75 m und 1,0 m Höhe mit einem strahlungsgeschützten Thermometer mit einer Messgenauigkeit von 0,5 K gemessen..

In Arbeitsräumen wird die Raumtemperatur nach den Technische Regeln für Arbeitsstätten - ASR A3.5 gemessen. Sie wird mit einem strahlungsgeschützten Thermometer, dessen Messgenauigkeit +/-0,5 °C betragen soll, gemessen. Die Messung erfolgt nach Erfordernis stündlich an Arbeitsplätzen für sitzende Tätigkeit in einer Höhe von 0,6 m und bei stehender Tätigkeit in einer Höhe von 1,1 m über dem Fußboden. Die Außenlufttemperatur wird stündlich während der Arbeitszeit ohne Einwirkung von direkter Sonneneinstrahlung gemessen. Die Außenlufttemperatur sollte etwa 4 m von der Gebäudeaußenwand entfernt und in einer Höhe von 2 m gemessen werden.

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S211 schrieb: Hallo wir haben ca 20 Anlagen mit Außenaufstellung der Marke Wolf schon eingebaut , bisher ist noch nie etwas passiert muß selber sagen das ich jedes mal zum Kundendienst ein ungutes Gefühl habe , wenn...
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