Wer für das SHK-Handwerk und seine Historie etwas übrig hat, wird am besten Mitglied beim Klempner- und Kupferschmiedemuseum in Karlstadt am Main. Reliquien aus alter Zeit verstauben dort nicht, sondern sind Mittel zum Zweck: Sie peppen eine attraktive Location auf, um z.B. Fachtagung, Workshop oder Innungsversammlung den passenden Rahmen zu bieten.
Außergewöhnlich gestaltet und durch das SHK-Handwerk meisterlich in Szene gesetzt: Das Klempner- und Kupferschmiedemuseum in Karlstadt am Main.
Mitglieder gesucht: Die Museumsstiftung will das Tagungszentrum durch Mitgliedsbeiträge langfristig auf finanziell solide Füße stellen. Bilder: ZVSHK
Als das SHK-Handwerk laufen lernte, zog der Kupferschmied oder der Blechner zu Fuß
durch die Straße, um an Haus und Hof das zu reparieren, was gerade anfiel. Das
typische Gefährt – eine sogenannte Schott’sche Karre – hat einen Ehrenplatz im
Tagungszentrum des Klempner- und Kupferschmiedemuseums. Weitere Zeugen alter
Handwerkskunst zieren das Museum als Unikate, darunter der Arbeitsplatz eines
Kupferschmiedes mit Amboss und Esse sowie verschiedenste Bauformen von Lötlampen
oder Kantwerkzeugen.
Von diesem Ambiente profitieren Weiterbildungen, Workshops sowie Fachtagungen mit
gut 50 Personen, ebenso sind Feierlichkeiten möglich – allesamt Veranstaltungen, für die
das Museum inzwischen seit weit über zehn Jahren ein hervorragendes Domizil darstellt.
Die SHK-Berufsorganisation hält das Museumskonzept noch für ausbaufähig. So könnten
sich beispielsweise Innungen dafür entscheiden, die nächste Veranstaltung in Karlstadt
durchzuführen – für Organisatoren ist ein Belegplan übers Web einsehbar.
Doch es geht den Verantwortlichen der Museumsstiftung nicht nur um eine gute
Auslastung. Spenglermeister und Vorstandsmitglied Ulrich Leib wirbt auch für die
Mitgliedschaft: „Bei über 50.000 mittelständischen Betrieben des SHK-Handwerks gibt
es bestimmt zahlreiche Unternehmer, die sich für nicht einmal 15 Euro im Monat für das
Museum stark machen wollen. Die möchten wir gewinnen und das Museum dadurch
langfristig auf finanziell solide Füße stellen.“ Zudem regt er an, einen runden Geburtstag
oder ein Firmenjubiläum zum Anlass zu nehmen, um für das Museum zu spenden.
Ulrich Leib zeigt sich überzeugt: „Das Tagungszentrum in Karlstadt ist schließlich ein
Aushängeschild für starke und erfolgreiche SHK-Handwerksberufe.“