Nachdem wir nun wissen, wass eine Verschattung alles kann, wenn sie denn funktioniert, wollen wir heute anschauen, welche Arten von Sonnenschutz es gibt. Unterschieden werden sie danach, ob sich sich vor dem Gebäude befinden und in der Bauplanung schon berücksichtigt wurden wie etwa Dachüberstände, die Schatten spenden. Direkt am Fenster angebrachte Verschattungen sind jedoch diejenigen, die in Deutschland am meisten genutzt werden. Auch sie werden nochmals unterschieden – je nachdem ob der Sonnenschutz außen, im Fenster oder innen angebracht ist. Mit diesen wollen wir beginnen.
Bauseitig vorgesehene Verschattung (rechts) und außenliegende Rolläden (links).
Bild: fy Im Innenraum am Fenster selbst sind die mechanische Lösungen Jalousien oder Rollos, Vorhänge oder Lamellen anwendbar. Darüber hinaus gibt es auch noch Sonnenschutzglas oder Folien, mit denen die Scheiben abgeklebt werden können. Bei letzteren gelten allerdings Einschränkungen bezüglich des Arbeitsrechtes, das ja Blendungen am Arbeitsplatz verhindern will. Folien können dies nicht imer gewährleisten.
Innen weniger effizient
Alle innenliegenden Systeme können witterungsunabhängig gehandhabt werden. Sie sind jedoch weniger effizient als außenliegende Systeme. Wollen sie die Hitze abhalten, benötigen sie idealerweise eine Metallbeschichtung an der nach außen weisenden Seite. Und, da sie witterungsunabhängig und zu jeder Tages- und Nachtzeit funktionieren sollten, sind eigentlich nur helle Ausführungen geeignet, da dunkle das Tageslicht zu weit heraushalten würden. Doch das gehört zu jedem vernünftigen Beleuchtungskonzept. Ein weiterer Nachteil: Relativ hoher Wartungsaufwand und – das wissen viele ja aus Erfahrung – mangelnde Funktionalität mit zunehmendem Alter. Dafür sind die Preise im Vergleich mit anderen Systemen sehr günstig.
Ein Zwischending von innen und außen am Fenster angebrachten Systemen sind diejenigen, in in den Fensterscheiben untergebracht sind. Dafür kommen ebenfalls Lalousien und Rollos oder Sonnsnschutzglas in Frage. Allerdings sind die Kosten fü diese Systeme relativ hoch. Und bei einer Fehlfunktion kann es sein, dass das ganze Fenster ausgetauscht werden muss.
Immer größere Bedeutung für die Verschattung gewinnen hingegen außenliegende Lösungen. Gute Planer berücksichtigen die schon im Bau von vornherein. Da sie außenliegend sind, sind sie an aller Regel auch elektrisch ansteuerbar. In Frage kommen die schon im 6. Teil erwähnten Fensterläden, auch wenn die etwas aus der Mode gekommen sind.
Auch Sonnensegel möglich
Die aus dem Innenbereich bekannten Rollos oder Jalousien finden hier auch Anwendung, allerdings in einer deutlich massiveren Ausführung, da die filigrane Mechanik ja dem Wetter ausgesetzt ist. Eine weitere Variante sind Sonnensegel, die bei Bedarf ausgefahren werden. Außenliegende Varianten sind in der Regel teurer als die innenliegenden. Sie zeichnen sich aber durch hohe Funktionalität aus.
Und die liebe Natur kann natürlich auch genutzt werden. Falls schon ein Baum im Gelände steht, kann der ganz natürlich für Verschattung sorgen. Allerdings ist der wenig flexibel und steht immer an einer Stelle. Das wäre als nicht ganz ideal für eine Verschattung, die ja immer – je nach Jahres- oder Tageszeit – so funktionieren soll, dass die Bewohner oder Mitarbeiter nicht unter großer Hitze leiden oder geblendet werden.
Auf was man bei der Auswahl eines Verschattungssytemes achten sollte, zeigen wir im nächsten Teil dieser Serie am 05.07.2017
Bisher erschienen:
1. Was eine gute Beleuchtung ausmacht
2. Moderne Lichtsysteme - sparsam und effizient
3. Qualitätsmerkmale – auf was man beim Leuchtenkauf achten muss
4. Wie muss eine Beleuchtung installiert sein
5. Die Planung einer Beleuchtungsanlage
6. Wie eine Verschattung funktioniert
7. Welche Verschattungssysteme gibt es
Erscheinen demnächst:
8. Worauf man bei einer Verschattung achten sollte
9. Arbeitsplatz und Verschattung
10. Die Planung einer Verschattungsanlage