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News vom 25.09.2017

Dämmung - Fluch oder Segen

Innendämmung

Alle bisherigen neun Folgen unserer Dämmserie drehten sich um die Außendämmung. Heute nun soll es im letzten Teil um die Innendämmung gehen, auch wenn man Geschoß- und Kellerdecke, die wir schon beschrieben haben, zur Innendämmung zählen kann.

Gerade bei denkmalgeschützten Bauwerken bietet sich eine Innendämmung an. <br />Bild: Saint-Gobain Rigips
Gerade bei denkmalgeschützten Bauwerken bietet sich eine Innendämmung an.
Bild: Saint-Gobain Rigips

Die Innendämmung führt in Deutschland ein Schattendasein. Doch das war nicht immer so: Mit Beginn des industriellen Dämmens vor gut 100 Jahren bis weit in die 70er Jahre hinein war sie die gebräuchlichste Art der Dämmung. Erst die damals ausbrechende Ölkrise und eine sie flankierende Gesetzgebung pro Energiesparen schickten die Außendämmung auf die Überholspur.

Zu Unrecht schlechter Ruf

Der Ruf der Innendämmung ist inzwischen eher schlecht – zu unrecht. Angeblich soll sie Feuchteschäden und dadurch Schimmelbildung verursachen. Einen echten Beweis dafür gibt es nicht. Dennoch kann das Problem auftreten, wenn zwischen Innendämmung und Wand noch Luft zirkulieren kann. Durch die Innendämmung wird die Außenwand viel kälter als beispielsweise bei einer Außendämmung. Deswegen kann Wasser zwischen Wand und Dämmung kondensieren und zu Schäden führen. Eine fachgerechte Verarbeitung und ein luftsicherer Abschluss der Dämmung sind deshalb so wichtig. Die Platten oder das Dämmmaterial werden dabei flächig, im Fachjargon auch schwimmend genannt, verklebt.

Die Innendämmung hat, wenn sie fachgerecht ausgeführt ist, einen enormen Vorteil: Sie ist deutlich günstiger als jede Art der Außendämmung. Während für ein Wärmedämmverbundsystem an der Fassade gut 170 bis 250 Euro je m² fällig werden, sind es bei der Innendämmung 60 bis 100 Euro. Das kann sich sehen lassen.

Da kann man es auch verschmerzen, dass die bewohnbare Fläche etwas kleiner wird. Ein weiterer Wermutstropfen: Die Dämmfähigkeit (oder der U-Wert) liegt etwa ein Drittel unter einer äußeren Mineralwolledämmung und bis zu 50 Prozent unter einer dort angebrachten Styropordämmung.

Für die Innendämmung kommen zwei grundsätzliche Verfahren zum Einsatz. Zum einen wird, analog der Außendämmung, ein Dämmmaterial auf die Wand aufgebraucht und verputzt. Zum anderen werden Leichtbauplatten luftdicht angebaut. Alle diese Systeme verhindern Kondensat oder tolerieren es in äußerst geringen Mengen. Zum Einsatz kommen Mineraldämmplatten, Mineralschaumplatten, die aber wegen der geringen Steifheit mit Gipskarton verkleidet werden müssen, Platten aus Calciumsilikat sowie Schaumglas.

Wärmebrücken beachten

Auch das Problem der Wärmebrücken muss bei der Innendämmung beachtet werden, gerade weil das Temperaturgefälle zwischen Außenwand und Innenraum größer ist als bei einer Außendämmung.

Neben den genannten Vorteilen kommen noch weitere hinzu, die sich auch auf den Preis für die Dämmung auswirken. So benötigt man kein Gerüst. Die Außenfassade bleibt unbehelligt, was dem Denkmalschutz entgegenkommt. Die Materialkosten sind deutlich geringer als bei einer Außendämmung. Sie sorgt für mehr Behaglichkeit. Und, und, und… Alle Vorteile, die eine Außendämmung hat, bietet die Innendämmung also auch. Und noch ein paar mehr – jedenfalls, was das Anbringen und die Kosten betrifft.

Ein sehr lesenswerter Beitrag zu dem Thema Innendämmung findet sich hier beim Bund der Energieverbraucher.

Das war unsere Serie zum Thema Dämmung. Alle Folgen können Sie hier nachlesen. Wir hoffen, Ihnen Anregungen gegeben zu haben, und freuen uns über eine rege Diskussion in unserem Forum.

1. Dämmung – Fluch oder Segen
2. Was kann eine Dämmung
3. Rechtliches
4. Arten der Dämmung
5. Wärmedämmverbundsysteme
6. Dämmstoff – Styropor und andere Kunststoffe
7. Dämmstoff – Mineralwolle und andere Fasern
8. Dämmstoff – organische Stoffe aus Pflanzen und Tieren sowie Recyclingmaterial
9. Dämmfehler

10. Innendämmung

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