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News vom 16.05.2018

Smarte Haustechnik

Brandschutzsysteme

Brandschutzsysteme sind neben Sicherheitsaccessoires wie digitalen Überwachungskameras und Alarmgebern schon heute die beliebtesten Smart-Home-Komponenten – wenn auch aus eher traurigem Anlass. Dabei ist die Reduzierung auf den Brandschutz nicht ganz richtig. Die meisten Verletzten und Toten gibt es in Brandfällen durch Rauchvergiftungen.

Aufbau eines fotooptischen Rauchmelders: <br />1: Infrarot-Diode <br />2: schwarze Streulichtkammer (geöffnet) <br />3: Fotodiode <br />pinkfarben: Strahlwege. <br />Bild: Ulf Bastel /  Wikimedia<br />
Aufbau eines fotooptischen Rauchmelders:
1: Infrarot-Diode
2: schwarze Streulichtkammer (geöffnet)
3: Fotodiode
pinkfarben: Strahlwege.
Bild: Ulf Bastel / Wikimedia

Daher ist das frühzeitige Erkennen von Rauchentwicklungen eine der Hauptaufgaben dieser Systeme. Deswegen werden wir sie im Folgenden auch konsequent Rauchmelder nennen.

Doch wie funktionieren sie? Und wie kann man sie in ein smartes Heim einbinden?

Bei den Rauchmeldern kann man drei Arten unterscheiden.

Die erste Art nutzt fotooptische Effekte, das heißt, sie sieht den Rauch. Dafür sendet eine Infrarotdiode Licht an eine Fotodiode. Gibt es keinen Rauch, kommt das Signal bei der Fotodiode nicht an. Denn dafür braucht es Reflektoren, die im Falle eines Brandes oder bei Rauch in Form von Partikeln entstehen.

Die zweite, auch recht verbreitete Art reagiert auf Temperaturunterschiede.

Drittens gibt es noch Rauchmelder, die mittels radioaktiver Strahlung vermehrte Ionen in der Luft und damit sehr schnell und präzise Rauchentwicklung entdecken können. Aufgrund der wegen der radioaktiven Elemente eher komplizierten Entsorgung sind sie in Deutschland jedoch nicht sehr verbreitet. Hier werden meist die beiden ersten Varianten verwendet. Im privaten Bereich kommen fast ausschließlich fotooptische Varianten zum Einsatz.

Alle Räume ausstatten

Ein Rauchmelder in nur einem Raum macht wenig Sinn. Werden sie in allen oder den wichtigsten Räumen installiert, sollten sie für die smarte Einbindung untereinander vernetzt sein. Diese Vernetzung schließlich benötigt eine Schnittstelle, die wiederum die Verbindung zur smarten Heimzentrale herstellt. Über diese Verbindung können dann am Rechner oder Smartphone die Daten der Rauchmelder abgerufen werden. Wird eine erhöhte Konzentration von Rauchpartikeln oder gar Rauchentwicklung gemessen, löst eine Alarmfunktion eine sofortige Benachrichtigung aus. Akustisch ist die schon voreingestellt und mit 85 dB auch nicht zu überhören.

Ist man jedoch weit weg, nützt das wenig. Man kann zwar die Feuerwehr anrufen. Praktisch wäre es aber, wenn man nicht nur die Rauchmelder installiert und smart gemacht hat, sondern auch ein entsprechendes Löschsystem, das sich aufgrund der Meldung der Rauchmelder selbstständig einschaltet. Auch diese Systeme gibt es – und sie sind, ebenso wie die Raumelder, kompatibel mit den gängigen Smart-Home-Zentralen. Ebenso ratsam: Rauch- und Brandschutzklappen, die im Falle eines Falles dafür sorgen, dass Feuer und Rauch sich nicht weiter ausbreiten und letzterer schnell wieder aus den eigenen vier Wänden verschwindet. Dafür gibt es sogenannte Entrauchungsklappen. Auch diese können via Aktoren smart eingebunden werden.

Fehlalarme vermeiden

Nun muss nur noch ein kleines Problem gelöst werden: das des Fehlalarms. Wenn der liebe Besuch meint, seine E-Zigarette direkt Richtung Rauchmelder ausgasen lassen zu müssen, wird es trotz der definitiv starken Rauchentwicklung noch nicht zu einem Fehlalarm kommen und die ganze Wohnung nicht umsonst nass gemacht. Das passiert aber bei übermäßig starker Entwicklung von Wasserdampf. Deswegen sind handelsübliche Rauchmelder nicht für Bad oder Küche geeignet. Weitere Ursachen für Fehlalarme sind Staubentwicklung bei Sanierungsarbeiten sowie das Versprühen von Sprays in der Nähe der Sensoren.

Das Problem ist gar nicht so selten. Feuerwehren landauf, landab klagen über solche Fehlalarme durch smarte Rauchmelder. Dagegen helfen letztlich nur regelmäßige Wartung, wozu auch das Auswechseln der Batterien gehört, sowie Qualitätsprodukte. Denn die können Wasserdampf von Brandrauch unterscheiden.

Auch eine weitere Smart Home Komponente dient dem Schutz von Leben und Gesundheit, die zudem ohne Digitalisierung nicht vorstellbar ist: AAL-Systeme. Sie helfen, Behinderten und älteren Menschen ein sicheres Umfeld in den eigenen vier Wänden zu bieten.

Bisher erschienen:
1 Smarte Haustechnik – eine Übersicht
2 Sicherheit
3 Smart Meter Rollout
4 Eigenversorgung mit Strom
5 Smart Metering bei Wärme und Wasser
6 Digitalisierte Heizung
7 Verschattungslösungen
8 Beleuchtung
9 Brandschutzsysteme

Erscheinen demnächst:
10 AAL
11 Smarte Hausgeräte
12 Einbindung externer Komponenten
13 Praxisbeispiele

 

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lowenergy schrieb: Bei ausschließlich Fußbodenheizung benötigst bei entsprechender Bauart der Hydraulik definitiv keinen zusätzlichen Pufferwasserspeicher im Hausheizkreis! Daher nochmal die Frage für wieviele Personen...
schorni1 schrieb: Der Wärmebedarf ist an sich linear zur Außentemperatur. Bei der örtlich festgesetzten niedrigsten Norm-Außentemperatur ist dieser 100% und läuft gegen Null an der Heizgrenze (zwischen 12 und 20 Grad außen)....
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