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News vom 21.05.2019

Ökologisch bauen: Mineralische Dämmung im Holzbau

Holz ist fast überall verfügbar, wächst beständig nach, lässt sich gut verarbeiten, ist leicht und hat gleichzeitig eine hohe Tragfähigkeit. Dieses Baumaterial besitzt außerdem gute bauphysikalische Eigenschaften und ist fast vollständig klimaneutral. Viele dieser Materialeigenschaften decken sich mit denen von Mineralwolle (Glaswolle und Steinwolle). Dieser Dämmstoff wird überwiegend aus recycelten oder natürlichen, ausreichend verfügbaren Rohstoffen hergestellt, ist damit ebenso umweltfreundlich und leicht zu verarbeiten.

Nicht nur im Holzbau: Eine Dämmung aus Mineralwolle bietet Brandschutz auf höchstem Niveau. <br />Bild: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.
Nicht nur im Holzbau: Eine Dämmung aus Mineralwolle bietet Brandschutz auf höchstem Niveau.
Bild: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

In modernen Holzbauten kommt die mineralische Dämmung verstärkt zum Einsatz, denn: Eine Mineralwolldämmung kombiniert exzellenten sommer- und winterlichen Wärmeschutz mit einer optimalen Schallisolierung und erfüllt insbesondere bei mehrgeschossigen Holzbauten ab der Gebäudeklasse 4 höchste Anforderungen an den Brandschutz.

Holz und Mineralwolle: Zwei universelle Baumaterialien

Seitdem der Klimaschutz eine große globale Herausforderung darstellt, erlebt der Holzbau von mehrgeschossigen Wohnhäusern, und in letzter Zeit auch Gewerbebauten, eine neue Blüte. Gerade wegen seiner klimaneutralen Eigenschaften einschließlich der positiven Auswirkungen auf das Raumklima und dem räumlichen Wohlgefühl entwickelt sich Holz zu einem immer beliebteren Baustoff in Deutschland und den europäischen Nachbarländern.

Kombiniert man den modernen Holzbau mit weiteren innovativen und umweltfreundlichen Bauverfahren, wie z.B. die serielle Vorfertigung und die Dämmung mit Mineralwolle, ergeben sich aus diesen Synergieeffekten noch mehr Vorteile. So gewährleistet die Entwicklung von Rahmenkonstruktionen und großformatigen Tafeln aus Holz zur Herstellung kompletter Wand-, Decken- oder Fassadenelemente kürzere Bauzeiten und – dank Mineralwolle – einen noch besseren Wärme-, Schall- und insbesondere Brandschutz.

Damit werden Funktionalität, Nachhaltigkeit, Lebensqualität und Ästhetik zu allgemein anerkannten Kriterien einer gesteigerten Wirtschaftlichkeit und Effizienz im Holzbau. Neben Neubauten kann der Baustoff Holz aufgrund seiner statischen und ökologischen Eigenschaften in Kombination mit einer Dämmung aus Mineralwolle auch bei der Nachverdichtung und Aufstockung von bestehenden Gebäuden über viele Jahrzehnte hinweg überzeugen.

Wärmedämmung im Einklang mit dem Holzbau 

Ein Experte in der Planung und Errichtung von mehrgeschossigen Wohnbauten aus Holz ist der Berliner Architekt Philipp Koch mit seinem Büro Atelier PK Architekten (www.atelier-pk.com). Er forschte als Gründungsmitglied am Institut für urbanen Holzbau (IfuH), Berlin-Darmstadt, und realisierte 2011 gemeinsam mit zwei Kollegen den urbanen Holzbau 3XGRÜN, ein Mehrfamilienhaus in Berlin-Pankow. Das IfuH entwickelte dabei das Konzept „fertighauscity5+“ für bis zu fünfgeschossige Wohnbauten in Holzbauweise, das sich flexibel an vorhandene städtebauliche Situationen anpassen lässt.

Die Außendämmung des 3XGRÜN besteht aus einer circa 24 cm starken mineralischen Dämmschicht, die die von der EnEV vorgeschriebenen Anforderungen an den Wärmeschutz und zugleich sämtliche Brandschutzbestimmungen erfüllt. Auch die Innenwände, ausgebildet als Doppelständer- oder Trockenbauwände, wurden aus Schallschutzgründen mit Mineralwolle-Lamellen ausgestattet. Hier erwies sich die Kombination von Holzrahmenbauweise mit mineralischer Dämmung als sehr wirtschaftlich, weil sie die Trag- und Dämmschicht in einem Element vereint. Die Dämmung wird dabei in der Regel vom Zimmermann werkseitig in die von ihm vorgefertigten Bauteile eingelegt.

Brandschutz im Holzbau – kein Problem mit Mineralwolle

Aus Gründen des Brandschutzes muss Holz in Holzbauten entweder a) kostspielig gekapselt werden, etwa durch eine Bekleidung mit einem nichtbrennbaren Baustoff wie Gipskarton, oder b) durch Kompensationsmaßnahmen geschützt werden, z.B. Brandmeldeanlagen oder eine B1-Beschichtung des Holzes. Die Präferenz liegt in der Regel auf dem zweiten Lösungsansatz, da das Holz sonst nicht sichtbar ist: ein optischer Gewinn bei gleichzeitig niedrigeren Baukosten.

Um Schwelbrände in den Hohlräumen von tragenden oder nichttragenden Holzrahmenkonstruktionen zu verhindern, enthält die Bauordnung für die Gebäudeklasse 4 mit Blick auf die Entflammbarkeit und den Schmelzpunkt von Dämmstoffen in RahmenholzTafelelementen strenge Vorschriften.

„Wir sprechen hier von einem Schmelzpunkt, welcher bei ungefähr 1.000 Grad Celsius liegt. Solch hohe Anforderungen an den Brandschutz erfüllt meines Wissens nur Mineralwolle. Damit ist Mineralwolle ein konkurrenzloser Dämmstoff zur Verhinderung von Hohlraumbränden,“ sagt der Architekt Philipp Koch.

Bevorzugt werden daher hohlraumfreie Wände und Decken, etwa aus Brettsperrholz. Sie stellen eine massive Konstruktionsweise dar, die auf Abbrand gerechnet wird. Zusätzlichen Brandschutz leistet die außen aufliegende Wärmedämmschicht, die aus Gründen des Wetterschutzes noch mit einem Aufputz versehen wird. 

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Mala1986 schrieb: Hej Gunar, danke für deine Antwort! Du machst mir Mut das DOM bald wieder auftaucht! Ich habe echt keine Ahnung was Sache ist und was der Techniker da bei mir jetzt umgestellt hat, aber sicher ist...
Sockenralf schrieb: Hallo, das passiert, weil die Therme gar nicht weiß, wie warm es in den Räumen wirklich ist, sie DENKT sich das nur Hast du dich schonmal mit deiner Anlage und deiner Regelung beschäftigt Wie...
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