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News vom 16.09.2019

Themenserie "Feinstaub" - Teil 7

Wie und mit welchen Filtern lassen sich Kaminöfen am besten nachrüsten

Ältere Kaminöfen lassen sich meist mit Filtern nachrüsten. Ab wann dies sinnvoll ist, wurde in Teil 5 der Themenserie erläutert. Die Frage, ob es nicht sinnvoller ist, anstatt eines Filters besser einen neuen Kaminofen zu kaufen, ist damit jedoch noch nicht beantwortet. Streng genommen kann hier nur ein Schornsteinfeger begutachten, ob sich bei der anfallenden Menge an Feinstaub ein Weiterbetrieb des guten alten Ofenschätzchens noch lohnt.

Elektrostatischer Filter zur Nachrüstung. <br />Bild: Schräder Abgastechnologie
Elektrostatischer Filter zur Nachrüstung.
Bild: Schräder Abgastechnologie

Dabei sollte er rechnerisch nach einem Filtereinsatz auf die folgenden BImSchV-Werte kommen:

Feuerstätte Staub (g/m³) 
Raumheizer (Dauerbrand) 0,04
Speichereinzelfeuerstätten     0,04 
Kamineinsätze  0,04 
Kachelhofeneinsätze 0,04 
Pelletöfen  0,03

Doch auch ein solches Gutachten kostet erst einmal Geld. Deswegen ein genereller Tipp: Bei einem Ofen, der älter als 30 Jahre ist, lohnt sich eine Nachrüstung nicht. Er sollte komplett gegen ein neues Gerät ersetzt werden – natürlich eines mit schon integriertem Feinstaubfilter.

Dazu eine kleine Rechnung. Einen katalytischen Filter gibt es zwar schon ab 300 Euro. Aber wenn man den nicht selbst montieren will, kommt man schnell auf das Doppelte. Dafür bekommt man auch einen neuen Ofen – den dann jedoch ohne Feinstaubfilter. Will man sich an der elektrostatischen Filterung versuchen, wird es noch deutlicher. Die Filter kosten hier 1.000 Euro aufwärts. Zudem braucht man unbedingt einen Fachmann zur Installation, so kommen schnell 1.500 Euro zusammen. Die Filter lohnen sich also dann, wenn die Art der Feuerstätte sehr teuer ist – wie etwa ein Kachelofen – und kaum ohne großen Aufwand ersetzt werden kann.

Die neuen Öfen haben auch einen weiteren Vorteil: Sie kommen mit deutlich weniger Brennstoff aus. Auch das spricht für einen kompletten Gerätewechsel.

Wer aber dennoch an seinem nicht ganz so alten Gerät festhalten will – sei es aus nostalgischen oder sonst welchen Gründen – dem bleibt tatsächlich die Möglichkeit der Nachrüstung. Eine Alternative bietet noch ein neuer Kamineinsatz, der die Vorteile einer neuen Feuerstätte auf das altes Gerät zumindest teilweise übertragen kann. Mit diesen Einsätzen sind auch die Vorgaben zur Feinstaubabscheidung technisch umgesetzt. Man schlägt so gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Soll es dennoch ein Filterwechsel sein, ist die katalytische Variante die einfachere und günstigere. Aber sie ist im Betrieb etwas aufwendiger, da die Filter regelmäßig gereinigt werden müssen. Elektrostatische Filter kann man bis zu einer Leistung von 50 kW nutzen. Das sollte für die meisten Kaminöfen im trauten Heim reichen. Sie sind aber durch die Montage und durch den benötigten Stromanschluss aufwendiger zu installieren. Beide Varianten sind übrigens förderfähig. Eine Übersicht, welche Filter und welche Geräte förderfähig sind, findet sich hier beim Bafa.

Im letzten Teil unserer Serie am 18.09.2019 zeigen wir besonders gute Lösungen für Filter in Kaminöfen.

Bisher erschienen:
1: Was ist Feinstaub und wie entsteht er? 
2. Welche Normen und Gesetze sind beim Feinstaub einzuhalten?
3. Welche Rolle spielen die Brennstoffe in einem Gebäude bei der Feinstaubbildung?
4. Welche Arten von Feinstaubfiltern gibt es? Teil 1: aktive, elektrostatische Filter
5. Welche Arten von Feinstaubfiltern gibt es? Teil 2: passive, katalytische Filter

6. Welche Arten von Feinstaubfiltern gibt es? Teil 3: alternative Lösungen
7. Wie und mit welchen Filtern lassen sich Kaminöfen am besten nachrüsten?  

Demnächst erscheint:
8. Praktische Beispiele von Filtern bei neuen Öfen und in der Nachrüstung

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Sockenralf schrieb: Hallo, passiert das auch, wenn du bei Betrieb der Dunstabzugshaube ein Fenster offen hast? Ich DENKE, daß die Ablufthaube ja irgendwo ihre Luft herkriegen muß, und das Gäste-WC ist eben DER Ort,...
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