Verlegen des Bodentemperaturfühlers
Einschneiden der Heizmatte
Auslegen der selbstklebenden Heizmatte
Vollflächiges Abziehen des Klebers
Auftragen des Fliesenklebers und Verlegung der Fliesen
Durchmessen der elektrischen Leitung
Elektrischer Anschluss Fußboden-temperaturregler
Bilder: AEG Haustechnik Tipp 1: Die Wahl der richtigen Heizmatte
Die wichtigste Frage vorweg lautet: Welcher Fußbodenbelag soll auf der Fußbodenheizung liegen? Denn danach richtet sich die Wahl der richtigen Heizmatte.
Grundsätzlich muss ein Fußbodenbelag für den Einsatz von Fußbodenheizungen geeignet sein, um z. B. Holzschwund oder Verfärbungen zu vermeiden. Das gilt speziell für weiche Bodenbeläge aus PVC, Teppich, Linoleum, Kork, Laminat und Parkett (nicht geeignet sind Parkett mit einer Stärke von 14 mm und mehr sowie Landhausdielen wegen der schlechteren Wärmeleitfähigkeit von Holz). Ebenfalls gut geeignet sind Fliesen und Platten aller Art.
Tipp 2: Kalter Untergrund? Dämmung nicht vergessen!
Besonders in Altbauten kann eine zusätzliche Dämmung unterhalb der Heizmatten erforderlich sein, beispielsweise in Kellergeschossen und nicht unterkellerten Erdgeschossen. Die Dämmung garantiert, dass mit der Fußbodentemperierung die gewünschte Wärmeverteilung erreicht werden kann und keine Energie verloren geht.
Tipp 3: Ein Verlegeplan ist wichtig – und bietet Sicherheit
Ohne Verlegeplan sollte kein Fachmann ans Werk gehen. Denn bei der exakten Flächenermittlung ist es wichtig, Sicherheitsabstände, Stellflächen z. B. für Schränke und Badkeramiken, Verwinkelungen und Türöffnungen zu berücksichtigen. Mit dem kostenlosen THERMO BODEN Planer kann der optimale Verlegeplan in wenigen Schritten erstellt werden. Im Anschluss wird automatisch die Stückliste aller benötigten Komponenten generiert. Die Software eignet sich für alle Raumformen und Grundrissplanungen mit Raumgrößen bis ca. 45 m².
Zum THERMO BODEN Planer: https://www.aeg-haustechnik.de/de/home/service/planungshilfen-und-rechner/thermo-boden-planer.html
Tipp 4: Der ideale Startpunkt der Verlegung
Bei der Verlegung ist es wichtig, dass die Heizleiter des AEG THERMO BODEN nicht gekürzt oder beschädigt werden. Deshalb muss jedes Heizmattensystem exakt auf die Raumgröße abgestimmt sein.
Der ideale Startpunkt mit Verlegerichtung ist im Verlegeplan vorgegeben. Dieser sollte unbedingt eingehalten werden. Bei der Wende wird das Trägergewebe an der Wendestelle vorsichtig eingeschnitten, die Heizmatte um 180° umgeklappt und die nächste Bahn verlegt. Der Heizleiter darf bei der 180 °-Wende nicht durchtrennt werden.
Tipp 5: Beschädigungen vermeiden
Durch sorgfältiges Arbeiten lassen sich unnötige Beschädigungen vermeiden:
- Vor dem Verlegen Estrich gut abkehren. Das schützt den Heizleiter vor Defekten durch mögliche scharfkantige Partikel.
- Heizleiter niemals über Dehnfugen im Estrich verlegen. Bei größeren Raumflächen mit Dehnungsfugen werden stets mehrere kleinere Heizmatten „in Feldern“ verlegt.
- Ist die elektrische Fußbodentemperierung unter einem elastischen oder textilen Bodenbelag geplant, unbedingt eine mechanische Schutzschicht mit 5 bis 10 mm Stärke zwischen Heizmattensystem und Oberboden vorsehen.
Tipp 6: Die richtige Fühler-Position
Der Temperaturfühler wird richtig in einem Leerrohr, und zwar mittig zwischen zwei Heizleitern auf gleicher Höhe wie die Heizmatte, positioniert und am Ende mit einer Fühlerhülse versehen. Für die exakte Heiz- und Aufwärmphase sowie Temperaturgenauigkeit darf der Temperaturfühler nicht zu tief oder zu hoch, zu nah oder zu weit weg vom Heizleiter liegen. Deshalb wird an einer markierten Stelle ein Schlitz für das Fühlerrohr in den vorhandenen Estrich eingearbeitet und anschließend das Fühlerrohr mit der aufgesteckten Fühlerhülse eingelegt. Nur die richtige Positionierung des Temperaturfühlers gewährleistet den gewünschten Wärmekomfort.
Tipp 7: Unbedingt verhindern: Lufteinschlüsse in Ausgleichsmassen
Lufteinschlüsse mindern die Wärmeleitung des AEG THERMO BODEN und können zu Defekten führen (z. B. wenn der Heizleiter an dieser Stelle überhitzt und durchbrennt). Der Oberbelag sollte deshalb möglichst ohne Lufteinschlüsse verklebt werden. Hierzu wird der Fliesenkleber bzw. die Ausgleichsmasse vollflächig aufgetragen. Dabei muss die Heizmatte sorgfältig in den Fliesenkleber eingebettet und auf Höhe der Heizleiter vorsichtig abgezogen werden, damit es zu keinen Verletzungen durch Kelle oder Zahnspachtel kommt.
Tipp 8: Der elektrische Anschluss
Entsprechend des Verlegeplans sollte der Kaltleiteranschluss nahe zur Anschlussdose im Türbereich ca. 1,5 Meter über dem Fußboden liegen. Von der Anschlussdose aus wird dann ein Leerrohr bis auf die Oberkante des Rohbodens gelegt, durch das die Kaltleitung und der Anschluss des Bodentemperaturfühlers geführt werden können.
Wichtig: Eine Absicherung über einen 30mA-Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) ist unbedingt erforderlich! Zuletzt wird der Fußbodentemperaturregler installiert. Bei der Inbetriebnahme des AEG THERMO BODEN unter Holzböden und flexiblen Bodenbelägen muss eine Temperaturbegrenzung bis
maximal 27 °C am Regler eingestellt werden.
Tipp 9: Messen, messen, messen
Kontrolle ist wichtig, die Nachweis-Pflicht fürs Handwerk. Während der gesamten Installation müssen der Gesamtwiderstand und der Isolationswiderstand der Heizmatte gemessen werden, um Beschädigungen auszuschließen.
Diese Kontrollmessungen sind schriftlich zu dokumentieren und dienen als Nachweis zur Garantie. Bei vollständig ausgefüllter Garantiekarte werden 10 Jahre Garantie auf den AEG THERMO BODEN gewährt.
Tipp 10: Achtung! Türstopper, Möbelsicherung & Co.
Schnell wird unbedacht ein Türstopper in den Bodenbelag geschraubt oder das Möbel durch Verschraubungen im Boden gesichert – das darf bei einer elektrischen Fußbodentemperierung auf keinen Fall passieren! Verwenden Sie hier ausschließlich selbstklebende oder schwere, lose liegende Türstopper.
Hier geht’s zum Verlegefilm und den bebilderten Verlegeschritten:
www.aeg-haustechnik.de/fussbodenheizung-verlegen