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News vom 13.02.2026

Die Branche braucht keinen Förderirrsinn – sie braucht wieder Hunger und Zuversicht

Die anhaltende Uneinigkeit in der bundesdeutschen Förderpolitik belastet mittlerweile spürbar die hiesige Heizungsbranche. Hersteller, Handwerker sowie Kunden warten vergebens auf klare Aus- bzw. Ansagen; in der Folge wird der Sanierungstau im Wärmemarkt immer größer. Die erwarteten Förderungen rund ums GEG und BEG bremsen das Tempo der Energie- und Wärmewende in der aktuellen Lage eher aus, als den hoch gesteckten Klimazielen in Europa zu nutzen. Der Kommentar von Dieter Last erinnert an einige Persönlichkeiten aus der Branche und an zwei unternehmerische Eigenschaften: Hunger und Zuversicht.

Werbung aus Rastede: August Brötje startete im<br />Jahr 1925 mit der Produktion von Stahlheizkörpern (Radiatoren).<br />Bild: Brötje, Rastede<br />
Werbung aus Rastede: August Brötje startete im
Jahr 1925 mit der Produktion von Stahlheizkörpern (Radiatoren).
Bild: Brötje, Rastede
Patentierte Entwicklung aus dem Jahre 1894: der Vaillant Gasbadeofen als geschlossenes System.<br />Bild: Vaillant, Remscheid <br />
Patentierte Entwicklung aus dem Jahre 1894: der Vaillant Gasbadeofen als geschlossenes System.
Bild: Vaillant, Remscheid
Werbung für Warmwassergerät aus dem Jahr 1960. Vor der Einführung der Kombitherme waren derartige Geräte Standard in Europa. <br />Bild: Robert Bosch GmbH
Werbung für Warmwassergerät aus dem Jahr 1960. Vor der Einführung der Kombitherme waren derartige Geräte Standard in Europa.
Bild: Robert Bosch GmbH
Monarch Ölbrenner aus dem Jahr 1952, dem Beginn der Brennerfertigung bei Weishaupt.<br />Bild: Max Weishaupt SE, Schwendi
Monarch Ölbrenner aus dem Jahr 1952, dem Beginn der Brennerfertigung bei Weishaupt.
Bild: Max Weishaupt SE, Schwendi
Autor Dieter Last (63), Handwerksmeister, Fachjournalist in der TGA-Branche und Mitglied im Arbeitskreis Baufachpresse e. V.<br />Bild: Dieter Last
Autor Dieter Last (63), Handwerksmeister, Fachjournalist in der TGA-Branche und Mitglied im Arbeitskreis Baufachpresse e. V.
Bild: Dieter Last

Die Verantwortlichen in Deutschlands Wirtschaft brauchen in diesen Zeiten dringend zwei Dinge: Hunger und Zuversicht! Nicht in ernährungstechnischer Hinsicht, sondern im unternehmerischen Verständnis ist wieder das gefragt, was die Heizungsbranche über Jahrzehnte hinweg geprägt und erfolgreich gemacht hat: Der Hunger nach Erfolg, nach besserer Technik und auf die Chance zum Besserwerden zum Nutzen der Kunden und für eine saubere Umwelt. Und die Zuversicht; in die Zukunft und im Vertrauen auf das eigene Können sowie die Schaffenskraft – auch die der Mitarbeiter. Dem Publizisten und Sozialdemokraten August Bebel wird folgendes Zitat zugeschrieben:

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“

Gestatten wir uns deshalb einen Rückblick auf die Gründerjahre der Heizungsindustrie:

August Brötje gründete 1919 seine Unternehmung in einer ehemaligen Konservenfabrik in Rastede (b. Oldenburg). Er entwickelte sie ab 1925 mit der Produktion von Stahlheizkörpern (Radiatoren) zu einem führenden Heiztechnikhersteller seiner Zeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs das Unternehmen kontinuierlich, startete 1955 neben der Kesselfertigung mit Ölbrennern und konnte damit als einer der ersten Anbieter ein umfangreiches Programm – vom Kessel über Brenner bis hin zum Heizkörper: „Alles aus einer Hand“ anbieten. Heute ist Brötje ein wesentlicher Teil der internationalen BDR Thermea Gruppe.

Die Geschichte von Junkers beginnt 1895 mit der Gründung der Junkers & Co. in Dessau durch Hugo Junkers, primär als Hersteller von Gas-Badeöfen. Als genialer Ingenieur revolutionierte er ab 1915 mit Ganzmetallflugzeugen (J 1) und später dem legendären Verkehrsflugzeug F 13 (1919) die Luftfahrt. Die Weltwirtschaftskrise nach dem New Yorker Börsencrash 1929 zog noch Jahre nach ihrem Beginn weltweit unzählige Unternehmen in den Ruin. Auch die Unternehmensgruppe des Industriellen Hugo Junkers rutschte im Frühjahr 1932 in die Insolvenz. Er entschied sich in der schwierigen Situation für einen Verkauf der Heizgerätesparte an Bosch und konnte dadurch seine Unternehmensgruppe vorerst retten. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlegte Bosch die Fertigung von Warmwassergeräten an den Firmensitz in Stuttgart und 1953 an einen neuen Produktionsstandort im nahegelegenen Wernau. Der Geschäftsbereich Bosch Thermotechnik entstand. Zu den technologischen Meilensteinen gehören die Kombitherme für Warmwasser und Heizung (1968) ebenso wie die energiesparende Brennwerttechnik (1985).

Johann Vaillant machte sich 1874 in Remscheid selbstständig. Er war 23 Jahre alt und ein begabter Handwerksmeister mit innovativen Ideen. Erste Erfolge hat er als Installateur von Warmwasserheizungen und hellem Gasglühlicht. 20 Jahre später erhält Vaillant das Patent für den Gasbadeofen „geschlossenes System“. Erstmals wird Wasser hygienisch in einem geschlossenen Leitungssystem erhitzt, ohne mit den Abgasen in Kontakt zu kommen. Das Badewasser bleibt also nicht nur sauber, sondern es wird auch schneller erhitzt und kann auf die gewünschte Temperatur reguliert werden. Das bedeutet deutlich mehr Komfort. Zudem brennt Gas viel ruhiger und zuverlässiger als Holz oder Kohle. Der erste Gasbadeofen „geschlossenes System“ ist ein technischer Meilenstein und revolutioniert die Badezimmertechnik.

Die Geschichte von Viessmann beginnt 1917 mit Johann Viessmann als Schlosserei in Hof/Saale, die sich auf Heizkessel spezialisierte und 1937 nach Allendorf (Eder) umzog. Unter seinem Sohn Hans wurde das Unternehmen in den 1950ern zu einem großen Heizungshersteller, der Stahlheizkessel produzierte, und setzte früh auf Solartechnik und Internationalisierung (Frankreich, Kanada). In der vierten Generation übernahm Martin Viessmann die Führung, die Firma wuchs zum Weltkonzern für Klima- und Energielösungen und verzeichnete 2023 die Übernahme des Klimalösungsgeschäfts durch den US-Konzern Carrier.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts beginnt Joseph Anton Weishaupt, in Schwendi Blasebälge „aller Gattungen“ für Hammer-, Huf- und Waffenschmiede sowie den so genannten „Feuerarbeiter“ herzustellen. Um 1900 gehört die „Gebläsefabrik Schwendi“ Franz Weishaupt senior, dem Vater von Max Weishaupt und dessen jüngerem Bruder Franz. 1932, mitten in der Weltwirtschaftskrise, gründet dann Max Weishaupt sein Unternehmen. Sein Motto ist sprichwörtlich und passt heute mehr denn je: „Je schlechter die Zeiten, umso mehr muss man sich rühren“. Zum Sortiment gehören neben Gebläseanlagen Feldschmieden und Schmiedeherde für Schlossereien, Schmieden, Maschinenfabriken und Reparaturwerkstätten. Nach dem 2. Weltkrieg produziert man Elektromotoren und von 1950 an liefert Weishaupt auch Kühlgebläse für Motorroller. Ab 1955 konzentriert sich Familie Weishaupt ganz auf die Feuerungstechnik. Die Unternehmensgruppe beschäftigt heute weltweit etwa 4.400 Mitarbeiter.

Zitat von Max Weishaupt: „Je schlechter die Zeiten, umso mehr muss man sich rühren“

Dieser historische Rückblick hat sicherlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn die Reihe der erfolgreichen Gründerstorys ließe sich lange fortsetzen – auch Unternehmer wie Karl Bänninger (Fittings), Theodor Heimeier (Thermostatventile), Caspar Ludwig Opländer (Wilo-Umwälzpumpen) und Alois Diermayer (Abgasklappen) haben dafür gesorgt, dass sich in Deutschland eine weltweit anerkannte Heizungsbranche entwickeln konnte. Die vorgenannten Persönlichkeiten konnten sich beim Aufbau ihrer Unternehmen weder auf staatliche Start-Up Programme oder KfW-Förderungen, noch auf die schützende Hand der politisch Verantwortlichen verlassen. Es zählten in erster Linie, Ideen, Kreativität und der unbändige Wille etwas zu schaffen - trotz zweier Weltkriege und mindestens einer Weltwirtschaftskrise. Derartige Geschichten erinnern uns daran, dass Fortschritt nicht aus Bequemlichkeit entsteht, sondern aus der Sehnsucht heraus, die mit Visionen einhergeht.

Diesen Erfolgshunger muss sich die Branche zurückholen, statt sich auf eine Förderpolitik zu verlassen, die aktuell mehr Schaden anrichtet als das sie nützt. Eine politische Ausrichtung mit verlässlichen Rahmenbedingen und weniger Bürokratie wäre da schon hilfreich; aber: „Wer sich auf andere verlässt – ist eben häufig verlassen.“ In diesem Sinne sollten sich die etablierten Branchenverbände (BDH, BWP, BSW, ZVSHK und ZIV) umgehend auf eine breit angelegte Informationskampagne verständigen, um den Immobilienbesitzern die Wärmewende schmackhaft zu machen.

Bleiben Sie deshalb bitte genauso hungrig wie zuversichtlich!

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Madman83 schrieb: Hallo zusammen, ich beschäftige mich aktuell mit der Beschaffung...
WestWoods schrieb: Wie in einem anderen Thread beschrieben (https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/2909Erfahrungsbericht-Stiebel-Eltron-WPL-A-07-2-Plus-HK-230-in-DI)...
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