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News vom 23.01.2007

Neues bei Regelwerken für Gas- und Wasserinstallation

Wichtige Neuerungen in den Regelwerken für die Erdgas- und Trinkwasserinstallation standen im Zentrum eines zweitägigen „Sachverständigenforums“, zu dem die KM Europa Metal AG den Verein der vereidigten Sachverständigen der SHK-Handwerke Niedersachsen e.V. in das KME-Forum eingeladen hatte.

Zu diesen Themen sowie zu aktuellen rechtlichen Fragestellungen konnten namhafte Praktiker als Referenten gewonnen werden.

So berichtete zunächst Jürgen Klement, Beratender Ingenieur aus Gummersbach und Vorsitzender der Technischen Kommission "Bauteile und Hilfsstoffe Gas" im DVGW über die zu erwartenden Neuerungen der Technischen Regeln für Gas-Installationen (DVGW-TRGI) 2007. Ihr Gelbdruck wird voraussichtlich Ende 2006 / Anfang 2007 erscheinen, die Verabschiedung zum Weißdruck wird zum Spätsommer 2007 erwartet. Auslöser für die Novellierung seien – so Klement – neben Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen nicht zuletzt neue Anforderungen des Marktes. In diesem Zusammenhang nannte er den Trend zu neuartigen Gasanwendungen wie großflächigen, offenen Herden im Mittelpunkt der Küche oder Gasstrahlern auf der Terrasse. Auch das Bestreben, durch europaweit genormte Zuleitungen und Steckdosen vereinfachte Aufstellbedingungen für gasbetriebene Haushaltsgeräte zu schaffen, sei ebenso ein wichtiger Faktor wie die erstmalige Aufnahme von Kunststoff- und Verbundrohren für Leitungsanlagen in die TRGI.

Europäische Einflüsse nehmen zu
Zu den Neuerungen, auf die sich Verarbeiter und Sachverständige einzustellen haben, zählte Klement eine wachsende Bedeutung der CE-Kennzeichnung. Hier bleibe abzuwarten, ob die TRGI zukünftig z. B. bei Kupferrohren statt der Kennzeichnung nach DIN EN 1057 eine CE-Kennzeichnung – zur Erfüllung europäischer Vorgaben – und zusätzlich ein DVGW-Qualitätszeichen vorgeben werde. Für den Verarbeiter sei dabei die CE-Kennzeichnung allein als Orientierungshilfe wenig geeignet. Besser sei es, sich auf abgestimmte Systeme wie KME-Markenkupferrohre in Verbindung mit Pressfittings zu verlassen.

Eine wichtige Neuerung ergebe sich für Betrieb und Instandhaltung. Hier werde die bisherige Empfehlung zu einer Dichtigkeitsprüfung der Gasinstallation alle zwölf Jahre zu einer Verpflichtung. Dabei soll der Vertragsinstallateur und nicht etwa der Schornsteinfeger zuständig sein.

Auch bei Bemessungsgrundlagen und Berechnungsverfahren für die Gasinstallation werde es Änderungen geben, so Klement. So betragen die zulässigen Druckverluste von Druckregelgerät bis Geräteanschlussarmatur zukünftig 200 Pascal, die Auslegung erfolge für einen Volumenstrom bis 8,6 m3/h. Zudem gelte es, veränderte Gleichzeitigkeitsfaktoren zu berücksichtigen. Neue Berechnungsverfahren und Formblätter ermöglichten es bei der zukünftigen Planung einer Gasinstallation, die Anlage zumindest bei Verwendung metallener Rohrwerkstoffe in wenigen Minuten zu dimensionieren. Bei Kunststoffleitungen gebe es demgegenüber eigene Berechnungssysteme, da die Druckverluste nicht so einfach kalkulierbar seien.

Auch Trinkwasserinstallation im Fokus
Auch für den Trinkwasserbereich konnte Jürgen Klement Neues berichten. Hier ist zurzeit der Stand der europäischen Trinkwassernormung und die Umsetzung in Deutschland von Interesse. Aktuell betroffen ist die Norm EN 806, die die technischen Regeln für die Trinkwasser-Installation enthält und die Norm EN 1717:2000, in der der Schutz des Trinkwassers beschrieben wird. Daneben steht auf nationaler Ebene die DIN 1988 mit mehreren überarbeiteten Teilen. In dieses Gesamtregelwerk werden zukünftig die VDI-Richtlinie 6023, die ZVSHK-Merkblätter „Dichtheitsprüfung“ und „Spülen“ sowie die DVGW-Regelwerke W 551 „Legionellen“ sowie W 553 „Hydraulik“ integriert.

Die Europäische Norm EN 806 wird aus fünf Teilen bestehen. Davon liegen die Teile DIN EN 806-1 „Allgemeines“ (2001), DIN EN 806-2 „Planung“ (2005) und DIN EN 806-3 „Berechnung der Rohrinnendurchmesser“ (2006) vor und wurden bereits auf nationaler Ebene umgesetzt. Die Teile EN 806-4 „Bau“ und EN 806-5 „Betrieb“ befinden sich noch in der Vorbereitungsphase.

Vom Normenausschuss des DIN sei darüber hinaus eine neue Generation der Technischen Regeln für die Trinkwasser-Installation (TRWI) beschlossen worden, so Klement. Voraussichtlich werde das neue Regelwerk die Bezeichnung „Trinkwasser-Installation DIN EN 806, DIN EN 1717 und DIN 1988 (TRWI)“ tragen. Darin werden auch Teile der bewährten Norm DIN 1988 enthalten sein, die ab 2007 durch Neufassungen bzw. nationale Ergänzungen ersetzt werden sollen.

Abschließend betonte Klement, dass – anders als bei der Überarbeitung der TRGI – keine großen Änderungen oder Erweiterungen bei den angesprochenen Normen zu erwarten seien. Denn im Vergleich zu anderen europäischen Ländern habe die deutsche Normung zum Schutz des Trinkwassers seit jeher einen hohen Standard, der auch in das europäische Normungsverfahren einfließe.

Geschäftsfeld Trinkwasserhygiene zunehmend interessant
Uwe Jäger, Geschäftsführer der TWH Gesellschaft für Trinkwasserhygiene mbH (Bonn), beleuchtete das auch für das SHK-Fachhandwerk zunehmend interessante Geschäftsfeld Trinkwasserhygiene. Nach der neuen Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) sind seit 2003 über 500.000 Betreiber von öffentlich zugänglichen Trinkwasseranlagen – Altenheime, Schulen, Gastronomie, Schwimmbäder, Sportstätten etc. – zur mindestens jährlichen Entnahme von Trinkwasserproben und Untersuchung durch ein Labor verpflichtet. Vor diesem Hintergrund gebe es ein erhebliches Marktpotenzial, auch wenn zurzeit bei weitem noch nicht alle Anlagenbetreiber dieser Verpflichtung nachkämen. Dabei nannte Jäger nicht nur die Probenentnahme inklusive Abwicklung mit dem Labor, sondern vor allem die Anlagenüberprüfung und – bei Bedarf – Instandsetzung bzw. Sanierung im Vorfeld der Wasserprobe als interessante Chance für marktaktive SHK-Betriebe.

Zukünftig sei mit einer erhöhten Sensibilisierung der Anlagenbetreiber zu rechnen, da die Nichteinhaltung der hygienischen Anforderungen nach TrinkwV 2001 seitens der Gesundheitsämter streng geahndet werden müsse. Zudem seien die Behörden verpflichtet, jedem Verdachtsfall – z. B. auf Legionellenbefall – nachzugehen. Sein Unternehmen – so Jäger – habe bei einer statistischen Auswertung von 10.000 Wasserproben aus dem Ruhrgebiet ermittelt, dass immerhin 44 Prozent nicht der TrinkwV entsprachen und damit zu beanstanden waren. SHK-Fachhandwerksunternehmen seien hier prädestiniert, Anlagenbetreibern ein bedarfsgerechtes Komplettangebot aus gezielten Vorbeugemaßnahmen gegen hygienische Probleme im Trinkwassernetz, bei Bedarf Mängelbeseitigung und Probenentnahme zu bieten. Der damit verbundene Anlagencheck sei zudem eine gute Gelegenheit, Zusatzgeschäfte z. B. mit Wasser- und Energiespartechnologien zu generieren.

Trinkwasserinstallation mit „Q-tec“-Markenkupferrohr
In diesem Zusammenhang machte Ulrich Stahl, Leiter der Technischen Kundenberatung bei der gastgebenden KM Europa Metal AG, die Teilnehmer auf die vor kurzem erteilte DVGW-Zulassung für das Markenkupferrohr „Q-tec“ aufmerksam. Bisher war das besonders dünne und leichte Kupferrohr, das mit einem festhaftenden Kunststoffmantel versehen ist, vor allem in der Flächenheizung und Heizkörperanbindung zum Einsatz gekommen. Mit der DVGW-Zulassung für Trinkwasser-Installationen nach DIN 1988 und DIN EN 806 weise das robuste, leicht zu verarbeitende Kupferrohr jetzt ein erheblich erweitertes Einsatzspektrum auf. So lassen sich mit „Q-tec“ auch die letzten Meter zur Trinkwasser-Zapfstelle schnell und einfach realisieren.

Das „Q-tec“ Kupferrohr kommt gegenüber dem klassischen Ringrohr mit zwei Drittel weniger Kupfer aus. Dies biete zum einen erhebliche Vorteile beim Handling auf der Baustelle, zum anderen sei das neue KME-Markenkupferrohr auch preislich ausgesprochen interessant, so Stahl. „Q-tec“ verfüge über alle von Kupferrohr bekannten Materialeigenschaften für die Trinkwasserinstallation. Hierzu zählen Hygienevorteile, Langlebigkeit, eine extreme Druckbeständigkeit bis 33 bar und nicht zuletzt vollständige Recyclingfähigkeit.

Praxis-Tipps für vereidigte Sachverständige
Weitere Vorträge der zweitägigen Veranstaltung beschäftigten sich mit den Rechten und Pflichten, aber auch den Risiken, die ein vereidigter Sachverständiger für den SHK-Bereich zu beachten hat. Achim Fischer-Erdsiek, Geschäftsführer der Dr. Schmidt & Erdsiek GmbH & Co. KG Versicherungsmakler (Minden) stellte dabei die Bedeutung der Regressversicherung für den Sachverständigen in den Mittelpunkt seines Vortrags. Denn die Erstellung eines Gutachtens stelle eine persönliche und eigenverantwortliche Leistungserbringung dar. Zudem habe sich der Sachverständige in einem Eid zu gewissenhafter Arbeit verpflichtet und müsse deshalb für die Richtigkeit seines Gutachtens einstehen. Das bedeute, dass er auch die Haftung übernehmen müsse, die auf Fehler in seinem Gutachten zurückzuführen sind. Laut dem im Jahr 2002 eingeführten Paragrafen 839a (BGB) habe er außerdem Schadenersatz zu leisten, wenn ein vom Gericht beauftragtes Gutachten grob fahrlässig oder vorsätzlich unrichtig ausgeführt wurde.

Da es sich bei den Zuhörern größtenteils um Fachleute mit eigenen SHK-Unternehmen handelte, empfahl Fischer-Erdsiek eine Erweiterung der SHK-Betriebshaftpflichtversicherung. Schon mit einer geringfügigen jährlichen Prämienerhöhung könne bei gelegentlicher Gutachtertätigkeit bis zu einem Jahreshonorar von 25.000 Euro eine Deckungssumme von 75.000 Euro erreicht werden. Ein größeres Risiko ergebe sich allerdings bei einer gutachterlichen Tätigkeit z. B. für Krankenhäuser und Altenheime, da hier auch potenzielle Personenschäden berücksichtigt werden müssen. Das führe zu höheren Deckungssummen und Prämien, die im Einzelfall zu berechnen seien. Ähnlich verhalte es sich auch bei der Betriebshaftpflicht. Für SHK-Unternehmen, die Aufträge im gewerblichen Bereich ausführen, empfehle sich eine Deckungssumme von 10 Mio. Euro, damit auch Produktionsausfälle abgedeckt sind.

Rechtssicherheit in allen Fragen rund um das Gutachten
Auf die rechtlichen Aspekte der Tätigkeit des Sachverständigen ging Rechtsanwalt Dr. Hans-Michael Dimanski ein. Seine Kanzlei Dr. Dimanski und Partner (Magdeburg) vertritt bundesweit Mandanten zum Thema Baurecht, darunter auch zahlreiche Unternehmen aus der SHK-Branche. Dr. Dimanski betonte, dass dem Gutachter vor Gericht eine überragende Bedeutung zukomme. Denn der Richter sei in technischen Fragen kein Fachmann und verlasse sich deshalb auf das Gutachten. Das erkläre, dass 80 Prozent der Baustreitigkeiten mit Hilfe eines Sachverständigen ausgetragen würden. Allerdings hat dieser zentrale Pflichten. Vor allem gelte es, den Rahmen des Auftrags einzuhalten und keine unnötigen Verlängerungen des Verfahrens herbeizuführen. Rechtliche Äußerungen oder einseitige Bewertungen stehen dem Sachverständigen nicht zu und könnten im ungünstigsten Fall zur Ablehnung des Gutachters wegen Befangenheit führen. Ähnlich verhalte es sich auch bei sogenannten „Gefälligkeitsgutachten“, die zum Entzug der öffentlichen Bestellung führen können. Deshalb solle er bei der Erstellung des Gutachtens ausschließlich sein Fachwissen einsetzen und den Sachverhalt wertfrei vor Gericht darstellen.

Dr. Dimanski prophezeite dem Schiedsgutachten eine interessante Konjunktur. Denn in der Neufassung der VOB/B würde bei Streitigkeiten eine außergerichtliche Einigung bevorzugt. In diesem Fall wird ein Sachverständiger, auf den sich beide Seiten geeinigt haben, damit beauftragt, den Konflikt zu schlichten. Sein abschließendes Urteil ist für beide Seiten bindend und wird dokumentiert. Dieses Verfahren hat den Vorteil großer Schnelligkeit und Flexibilität. Außerdem ist es für die Parteien kostengünstiger, weil keine Gerichtskosten entstehen. Da Baurechtsstreitigkeiten zu 90 Prozent mit einem Vergleich enden, empfahl Dr. Dimanski bei Schiedsgutachten auch einen Vertreter der Haftpflichtversicherung in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. Denn letztendlich muss auch sie im Fall eines Vergleichs dem ausgehandelten Kompromiss zustimmen und die Höhe der festgelegten Schadenssumme akzeptieren.
Aktuelle Forenbeiträge
IFreddy schrieb: Hi, bei einem vermieteten Mehrfamilienhaus würde ich gerne einen...
Waepi schrieb: Hallo, An meinem kürzlich erworbenen Haus ist eine ca 18 Jahre...
Gebäudetechniker SHK (m/w/d)
ConSoft, gegründet 1983, gehört heute mit 30 Mitarbeitern zu den beständigen Arbeitgebern in der Gebäudetechnik und gestaltet durch Programme, Sensorik und IoT-Lösungen die digitale Zukunft rund um das Gebäude. Unser Ziel ist es, die beste Unterstützung für die Umwelt schonende Gebäudebeheizung zu liefern. Sind Sie bereit mit uns den nächsten Schritt zu gehen?
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