Die Geräteschutzsicherung (Glassicherung oder Feinsicherung) ist eine Schmelzsicherung. Sie werden zur Absicherung von Netzteilen, Fernseh- und Rundfunkgeräten, Messgeräten eingesetzt und sind nur in der Lage, einen begrenzten Kurzschlussstrom abzuschalten.
Es gibt Schutzkontaktsteckdosen mit eingebauten Geräteschutzsicherung. Bei einem Fehler im Gerät oder in der flexiblen Zuleitung wird nur das Gerät abgeschaltet und nicht der gesamte Stromkreis.
Bei Überlastung der Sicherung erwärmt sich der Schmelzdraht im Glaskolben. Mit zunehmendem Strom wird dieser dünne Draht so weit erwärmt, bis er verbrennt.
Geräteschutzsicherungen unterscheiden sich in ihrer Zeit-Strom-Charakteristik.
Sie gibt es für Nennstromstärken zwischen 0,032 A bis 6,3 A. Das heißt,
sie reagieren unterschiedlich schnell auf Stromspitzen. Flinke
Sicherungen reagieren schon beim kleinsten erhöhten Stromfluss. Träge
Sicherungen tolerieren diesen Strom.
Man unterscheidet die folgenden Auslöseverhalten:
- FF - superflink
- F - flink
- M - mittelträge (der 1,5-fache Nennstrom wird mindestens 1 Stunde ausgehalten)
- T - träge (beim 2,1-fachen Nennstromwird zwischen 2 Stunden und 30 Minuten
- abgeschaltet)
Durchgebrannte Sicherungen müssen gegen neue ausgewechselt werden. Das Überbrücken oder Flicken von Sicherungen ist verboten, weil dadurch der Schutz der Leitung, des Stromkreises bzw.des Gerätes aufgehoben wird. Wenn eine überbrückte oder geflickte Sicherung die Ursache eines Brandes ist, wird diese als fahrlässige Brandstiftung mit allen Folgen ausgelegt.