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OldBo
20.03.2013
Das Abschalten eines Überstromes entsteht durch das Abschmelzen des Schmelzleiters in der Schmelzsicherung. Dabei ist die Schnelligkeit des Abschmelzens bzw. der Trennung des Stromkreises von der Höhe des Überstroms abhängig.
Schmelzsicherungen
 Schmelzsicherungen
Aufbau eines Schmelzsicherungseinsatzes
 Aufbau eines Schmelzsicherungseinsatzes
D-Sicherung
 D-Sicherung
Das Abschalten eines Überstromes entsteht durch das Abschmelzen des Schmelzleiters in der Schmelzsicherung. Dabei ist die Schnelligkeit des Abschmelzens bzw. der Trennung des Stromkreises von der Höhe des Überstroms abhängig.

Die Schmelzsicherung (D-System [Diazed–Sicherungen] und DO-System [Neozed-Sicherungen]) besteht aus Sicherungssockel, Passeinsatz (Passschraube bzw. Passring), Schmelzeinsatz (Sicherungspatrone) und Schraubkappe. Der Fußkontakt muss immer mit der vom Netz kommende Leitung und die zum Verbraucher führende Leitung mit dem Gewindering des Sicherungssockels verbunden werden. In den Sockel wird eine Passschraube oder die Passhülse (Passring) eingesetzt. Schmelzeinsätze sind zylindrische Hohlkörper aus Porzellan, die mit Quarzsand gefüllt sind. Durch den Quarzsand führen ein oder mehrere Schmelzleiter, die am Kopfkontakt und am Fußkontakt befestigt sind. Der Schmelzleiter besteht aus Silber, Kupfer oder aus Legierungen dieser beiden Metalle. Ein Haltedraht (z. B. aus Konstantan) wird neben dem Leiterdraht vom Fußkontakt zum Kopfkontakt geführt. Am Haltedraht ist über eine kleine Feder ein farbiger Unterbrechungsmelder befestigt, der beim Durchschmelzen des Schmelzleiters und des Haltedrahts abgeworfen wird.
Die Fußkontakte der Schmelzeinsätze haben je nach den vorhandenen Nennströmen verschiedene Durchmesser, damit. wird eine fahrlässige oder irrtümliche Verwendung für zu hohe Ströme verhindert. Schmelzeinsätze für höhere Nennströme passen nicht in Passeinsätze für niedrigere Nennströme.

Die DO-Sicherungen (DO-System) gleichen prinzipiell den D-Sicherungen. Sie haben nur kleinere Abmessungen und die Verlustleistung und Erwärmung ist geringer als beim D–System. Sie können in Schalter/Sicherungskombinationen (Lasttrennschalter) eingesetzt werden. Ein Auswechseln der Sicherungen ist dadurch nur in ausgeschaltetem Zustand des Schalters möglich. Durch die sichere Bedienung bietet sich die Verwendung besonders für die Wohnungsinstallation an, z. B. ein dreipoliger DO–Sicherungslastschalter für die Trennung des Stromkreisverteilers.

Durchgebrannte Sicherungen müssen gegen neue ausgewechselt werden. Das Überbrücken oder Flicken von Sicherungen ist verboten, weil dadurch der Schutz der Leitung, des Stromkreises bzw.des Gerätes aufgehoben wird. Wenn eine überbrückte oder geflickte Sicherung die Ursache eines Brandes ist, wird diese als fahrlässige Brandstiftung mit allen Folgen ausgelegt.

NH-Sicherung
NH-Sicherungen<br />(Niederspannungs-Hochleistungs-Sicherungssystem)
 NH-Sicherungen
(Niederspannungs-Hochleistungs-Sicherungssystem)

Das NH–System (Niederspannungs-Hochleistungs-Sicherungssystem) hat keine Nennstromunverwechselbarkeit wie es bei dem D- bzw. DO-System der Fall sein kann. Das NH–System wird in Gewerbe- und Industriebetrieben ab 63 A bevorzugt eingesetzt. Es wird aber auch als Zählervorsicherung in Hauptverteilungen und Hausanschlusskästen in Wohngebäuden eingesetzt. Das NH–System besteht aus dem Sicherungsunterteil und dem Sicherungseinsatz mit Grifflaschen.

Ein NH–Sicherungseinsatz besteht aus einem Porzellan-, Kunststoff- oder  Gießharzkörper, an dessen Stirnseiten Kontaktmesser angebracht sind. Im Innern des Körpers  Außer bei Gießharzsicherungen befinden sich ein oder mehrere in Quarzsand  eingebettete Schmelzleiter, die aus Bandmaterial mit hoher Leitfähigkeit (verzinntes oder versilbertes Kupfer, Neusilber) bestehen. Das möglichst genaue Einhalten der vom Hersteller angegebenen Strom-Zeit-Kennlinien wird durch die Fertigungsgenauigkeit der Schmelzleiter erreicht. Art, Form und Material des Schmelzleiters sind von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Zur Auslösung der Sicherung bei Überlast (bis zum zweifachen Nennstrom) ist der Schmelzleiter miteinem Weichlotauftrag versehen, der bei Erwärmung durch einen Überstrom schmilzt, wobei Lot und Schmelzleiter eine schlechter leitende Legierung als der ursprüngliche Schmelzleiter darstellen, sodass der Schmelzleiter wärmemäßig immer höher beansprucht wird (Grenzstromgebiet). Durch Ausstanzungen, die gleichmäßig oder ungleichmäßig verteilt sein können, werden über die Länge des Schmelzleiters Querschnittsschwächungen erreicht, die bei großen Strömen (ab zehnfachem Nennstrom) eine Aufteilung des Lichtbogens in mehrere kleine Teillichtbögen bewirken. Die Löschung der Teillichtbögen durch den Quarzsand ist dann wesentlich einfacher als die Löschung eines großen Lichtbogens (Kurzschlussstromgebiet). Die Erwärmung des Schmelzleiters bei großen Kurzschlussströmen erfolgt so rasch, dass die Abschaltung erfolgt, bevor der Strom seinen Höchstwert erreicht (Stosskurzschlussstrom).Dieses bedeutet, dass eine Sicherung bei großen Strömen eine strombegrenzende Wirkung hat, die durch den  Durchlassstrom ausgedrückt wird.

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