Viele gewerbliche und öffentliche Betriebe haben regelmäßige Mitarbeitergespräche (persönliche oder/und Gruppengespräche) eingeführt. Diese können die Grundlage für ein gutes Betriebsklima sein. In den Gesprächen werden die Qualitätskriterien angesprochen. Richtig geführte Gespräche zeigen auch die Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber.
Der erste Schritt, um festzustellen, wie es im Betrieb "läuft", sind Mitarbeiterbefragungen. Erst wenn man weiß, was im Betrieb "schief" läuft, kann zu effektiven Veränderungen führen. Wenn es im Betrieb keinen geschulten Gesprächsführer gibt, Hier ist es sinnvoll, einen Außenstehenden bzw. ein Unternehmen für die Mitarbeiterbefragung zu beauftragen, das sich mit der Konzeption, Durchführung und Analyse auskennt.
In kleineren Handwerksbetrieben sind solche Gespräche in der Regel nicht notwendig bzw. nicht üblich, weil es bei der täglichen Arbeitseinteilung automatisch zu persönlichen Gesprächen kommt. Sinnvoll wird es erst dann, wenn man merkt, dass etwas nicht richtig "läuft".
Die wichtigsten Punkte
• Mitarbeitergespräche sind ein zentrales Instrument der Personalführung.
• Sie finden meist als Vier-Augen-Gespräch zwischen Mitarbeitenden und direkter Führungskraft statt.
• Gespräche können regelmäßig (z. B. Jahresgespräch) oder situativ bei besonderen Anlässen stattfinden.
• Wichtige Ziele sind Austausch, Leistungsbeurteilung, Feedback und Konfliktlösung.
• Ein Mitarbeitergespräch besteht aus drei Phasen: Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung.
• Regelmäßige Gespräche fördern Wertschätzung, Kommunikation und konstruktive Kritik im Team.
• Leitfäden, Checklisten oder Fragenkataloge können helfen, Gespräche strukturiert und effektiv zu führen.
Ein
paar Tipps für eine
gute Kommunikation im Mitarbeitergespräch:
- Bleiben Sie stets freundlich und formulieren Sie positiv.
- Lachen ist erlaubt. Mit Humor lassen sich auch festgefahrene Situationen auflockern.
- Beziehen Sie Ihre Mitarbeitenden immer wieder ins Gespräch ein.
- Verallgemeinern Sie nicht, sondern senden Sie konkrete Ich-Botschaften.
- Machen Sie Ihre Erwartungen unmissverständlich deutlich.
- Hören Sie aktiv zu und fragen Sie präzise nach.
- Probleme sollten Sie offen und ehrlich ansprechen.
- Achten Sie auf die Körpersprache Ihres Gegenübers und darauf, was Sie mit Ihrer eigenen Gestik und Mimik vermitteln.
- Konkretisieren Sie das Gesagte mit möglichst anschaulichen Beispielen.
- Akzeptieren Sie andere Meinungen, auch wenn es schwerfällt.