Ein Brownout bezeichnet eine zu geringe Spannung im Stromnetz und ist die Vorstufe eines Stromausfalls. Brownouts entstehen bei einem Ungleichgewicht im Stromnetz.
Der Brownout ist im Prinzip das Gegenteil einer Leistungsspitze im Stromnetz, nämlich Unter- bzw. Geringspannungen im Netz, durch die die Stromversorgung temporär unterbrochen wird. Es handelt sich um lokale Stromausfälle, temporäre Spannungsabfälle im Netz, quasi die Vorstufe eines Blackouts die zur Vermeidung eines tatsächlichen Blackouts eingesetzt wird.
Ein Brownout tritt in Deutschland sehr selten auf, da die Stromnetze stabil und zuverlässig sind. In Ländern mit kleinen oder nicht einheitlich spannungsgenormten Stromnetzen treten Brownouts häufiger auf.
Der Brownout verdankt seinen Namen den Lichtverhältnissen, die während der geringeren Netzspannung anfangs in den Häusern herrscht. Während bei einem Blackout alles elektrische Licht komplett erlischt, sorgt bei einem Brownout die geringere Netzspannung für flackerndes oder gedimmtes Licht, also für bräunlich warmes Licht.
Man unterscheidet zwischen kontrollierten und unkontrollierten Brownouts.
• Ein kontrollierter Brownout ist eine absichtliche, gezielte und gesteuerte Spannungsreduktion im Stromnetz. Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) nehmen große Stromverbraucher oder ganze Stadtviertel vom Netz und begrenzen den Stromausfall lokal. Das Netz wird nicht vollständig heruntergefahren, sondern die Spannung wird um 10 bis 25 % heruntergeregelt. Dies reduziert die übermäßige Stromnachfrage und verhindert einen weitreichenden Systemzusammenbruch. Im Notfall sind die ÜNB's nach §13 (2) des EnWG's für die Erhaltung der Stromnetzstabilität zu dieser Maßnahme verpflichtet. Dieser gezielte Lastabwurf markiert die letztmögliche Maßnahme zur Systemstabilisierung, wenn das Stromnetz überlastet ist. Im Idealfall kommunizieren die Übertragungsnetzbetreiber den Stromausfall den betroffenen Stromverbrauchern vor Beginn des Brownouts. Da ein Brownout aber meist die letzte Instanz zur Netzstabilisierung darstellt, werden Betroffene nicht immer im Voraus informiert.
• Ein unkontrollierter Brownout ist ein unvorhersehbarer kurzfristiger Stromausfall im Hochspannungsnetz, der weder geplant noch vorhersehbar ist. Beim Brownout kommt es zu keinem vollständigen Stromausfall, sondern zu einer geringfügigen Spannungsabsenkung im Stromnetz, die meistens nur bis eine Minute dauert. Der Strom fließt also weiterhin zum Endverbraucher, die Spannung fällt allerdings merklich ab. In der Regel tritt der Brownout gemeinsam mit einer Netzüberlastung auf, die durch einen unerwartet hohen Strombedarf entsteht. Diese kurzzeitige Netzinstabilität tritt beispielsweise auf, weil zu wenig Regelleistung zur Verfügung steht. Zusätzlich können Unwetter oder technische Störungen Ursachen eines unkontrollierten Brownouts sein. Um dem entgegenzuwirken, setzen die Übertragungsnetzbetreiber Spannungsüberwachungssysteme (Brownout-Detection) ein, die einen bevorstehenden unkontrollierten Brownout erkennen und das Zwischenspeichern wichtiger Daten automatisch veranlassen.
Normalerweise kommt es bei den kurzfristigen Spannungsabfällen zu keinen ernstzunehmenden Schäden. Elektronische Geräte können unterschiedlich auf einen solchen kurzzeitigen Spannungsabfall reagieren. So zeigen sich einige Geräte vollkommen unbeeinflusst andere Komponenten reagieren wesentlich sensibler und ein fehlender Batteriespeicher führt zu einem Daten- oder Funktionsverlust des elektronischen Geräts.
Normalerweise kommt es bei den
kurzfristigen Spannungsabfällen zu
keinen ernstzunehmenden Schäden. Elektronische Geräte können unterschiedlich auf einen solchen
kurzzeitigen Spannungsabfall reagieren. So zeigen sich einige Geräte vollkommen
unbeeinflusst, andere Komponenten reagieren
wesentlich sensibler und ein fehlender
Batteriespeicher führt zu einem Daten- oder Funktionsverlust des elektronischen Geräts.