Die Feuerwehr hat im Rettungsdienst eine lange Tradition und gilt als wichtiger Stützpfeiler. Kein Wunder, denn über 60 % der Helfer in Notsituationen werden von Feuerwehren gestellt. Diese erbringen 24 Stunden am Tag in notfallmedizinischen Einsätzen eine kompetente, schnelle und verlässliche Hilfe. Wenn heute die 112 gewählt wird, kann die Feuerwehr Leistungen der Brandbekämpfung, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes erfolgreich in einer Person bzw. mehreren Personen vereinen.
Übrigens ist der Rettungsdienst im Kreis Nordfriesland einer der letzten rein kommunal organisierten Rettungsdienste in Schleswig-Holstein. Der Kreis Nordfriesland betreibt einen Rettungsdienst mit insgesamt zehn Rettungswachen in Eigenregie, die zum Teil den Feuerwehrwachen angeschlossen sind. Der Rettungsdienst auf Sylt wird im Auftrag des Kreises durch das Deutsche Rote Kreuz in Westerland durchgeführt.
Der Rettungsdienst in Schleswig-Holstein umfasst die Notfallrettung, den Intensiv- und den Krankentransport. Dazu gehört auch die Bewältigung von rettungsdienstlichen Großschadensereignissen.
Die Rettungsleitstellen sind landesweit unter der europaweit einheitlichen Notrufnummer 112 zu erreichen. Die bedarfsgerechte rettungsdienstliche Versorgung im Land wird durch die Rettungswachen und Notarztstandorte gewährleistet. Die 112 ist nur für Notfälle da, beispielsweise bei schweren Unfällen und lebensbedrohlichen Notfällen.
Die Feuerwehr im Allgemeinen gilt als einer der größten Gruppen in Deutschland, die sich für Mitbürger engagieren. Von den rund 1,1 Millionen aktiven Feuerwehrleuten zählen ca. 41.500 zur Berufsfeuerwehr. Die Feuerwehr als solche wurde ursprünglich zur Brandbekämpfung gegründet. Innerhalb der letzten Jahrzehnte erweiterte sich das Einsatzspektrum jedoch, sodass der Fokus heute auch auf technische Hilfeleistungen (Umweltkatastrophen, Verkehrsunfälle usw.) liegt. Außerdem bilden rund 98 % der hauptberuflich organisierten Feuerwehren Rettungskräfte aus.
Über 100 Berufsfeuerwehren sowie auch zahlreiche Freiwillige Feuerwehren sind für die notfallmedizinische Rettung zuständig. Die Rettung kann von der Versorgung eines Knochenbruchs über Wiederbelebung, Geburtshilfe bis hin zur Hilfe bei Vergiftungen alles beinhalten, was raschen medizinischen Einsatz benötigt. Hierbei spielen viele Parteien eine wichtige Rolle, denn neben den Notärzten kommt vor allem auch nichtärztliches Personal, wie Rettungs- und Notfallsanitäter, zum Einsatz.
Die Organisationseinheit Rettungsdienst umfasst dabei grundsätzlich zwei verschiedene Einsatzarten. Unterschieden wird zwischen Notfallrettung (Primäreinsätze) und Intensiv- und Krankentransport (Sekundäreinsätze). Das Bundesland Bayern untergliedert die Sekundäreinsätze zusätzlich. Die verschiedenen Einsatzarten müssen sich nicht zwingend ausschließen. Sie können auch zusammen auftreten oder sich gegenseitig unterstützen. Das bedeutet, dass Intensiv- und Krankentransporte durchaus auch in der Notfallrettung eingesetzt werden können und umgekehrt.
Mit Notfallrettung ist der Fall der Fälle gemeint, zum Beispiel akute Atemnot, Schlaganfall, Herzinfarkt oder schwere Unfälle. In Situationen, in denen es auf die Zeit ankommt, ist die Notfallrettung innerhalb weniger Minuten vor Ort. Das Personal besteht aus Rettungsassistenten, Rettungs- und Notfallsanitätern sowie Notärzten. Die Transportmittel zur Notfallrettung umfassen neben Rettungswagen (RTW) auch Notarztwagen (NAW) und -einsatzfahrzeuge. Quelle: eHEROES GmbH