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News vom 10.03.2017

Buderus zur ISH: „Heizsysteme mit Zukunft“ noch recht gegenwärtig

Bosch-Tochter Buderus, zusammen mit Junkers die Nr. 1 unter den deutschen Heizungsherstellern, ließ schon vor der nächste Woche beginnenden ISH die Katze aus dem Sack. Fachjournalisten durften sich vorab über die Neuerungen des Wetzlaer Unternehmens erkundigen. Doch die waren eher spärlich. Kein Wunder – was will man an einem Gas- oder Öl-Brennwertkessel auch verbessern. Die Technik ist ausgereizt. Entwicklungspotenzial gibt es eher bei Wärmepumpen und beim alles umfassenden Thema Digitalisierung.

Bild: Buderus
Bild: Buderus

Doch zuerst zu den Klassikern für Fossiles. Der Gas-Brennwertkessel Logano plus KB372 kommt nun mit einem optimierten Wärmetauscher und geringeren wasserseitigen Widerständen von 50 mbar auf den Markt. Das, so der Hersteller, erlaube eine schnelle Integration in nahezu jedes Heizsystem. Die Leistungen reichen in sechs Stufen von 75 bis 300 kW und machen das Gerät für den Einsatz in Mietwohngebäuden, Büros, Gewerbeanlagen und öffentliche Einrichtungen interessant. Eine der Neuerungen ist auch eine Kaskade, mit der zwei Kesselmiteinander kombiniert werden können und die schon ab Werk geliefert wird. Die Steuerung erlaubt zudem die Einbindung von vier Heizkreisen und somit den gemeinsamen Betrieb mit Blockheizkraftwerken oder Solarthermie. Für Installateure ebenfalls interessant ist das geringe Gewicht. Selbst ind der höchsten Leistungsklasse bringt es der Kessel gerade mal auf 178 Kilogramm.

Titanium-Glas der Renner

Geräte dieser Art stehen meistens im Keller. Mehr was fürs Auge bietet Buderus mit seiner Titanium-Glas-Linie in schwarz und weiß. Die werde nun, so Stefan Thiel, Leiter Vertrieb Buderus Deutschland, seit der letzten ISH auf alle Produkte übertragen. Nebern dem Design verfügt die Linie auch über eine verbesserte Steuerung auf Basis des bereits verwendeten Systems Logamatic. Bei Handwerk und Kunden so Thiel, käme die neue Linie gut an. Ab Sommer kommt in dem Design auch das Gas-Brennwertgerät Logamax plus GB192i-19 CMS auf den Markt. Das auf 19 kW ausgelegte Gerät erkennt die Gas-Qualität über den Ionisationsstrom und stellt automatisch die idealen Brenn-Parameter und arbeitet in einem Modulationsbereich ab einer Kleinstlast von 1,9 kW.

Das neue Design wurde auch auf die Wärmepumpen ausgeweitet. Die weisen auch eine bauseitige Neuerung auf. Die Außeneinheit wurde mit Partikelschaumstoff auf Polypropylen-Basis schalloptimiert. Wenn es besonders leise sein soll, bietet Buderus auch entsprechende Schallschutzhauben an. Neu entwickelt wurden die Warmwasserwärmepumpen Logatherm WPT250 und WPT270.3 speziell für Einfamilienhäuser. Sie nutzen Raum- sowie Außenluft. Alle diese Geräte, so das Buderus-Versprechen, lassen sich digital steuern und intelligent einbinden.

Digitale Lüftungssteuerung

Tendenziell, so Buderus Produktmanager Matthias Stroh, brauchen alle neuen Häuser eine Lüftung. Speziell dafür wurden das Kommunikationsmodul Logamatic web KM200 HRV und die App EasyVent entwickelt. Sie steuern Wohnungslüftungsgerät Logavent HRV2 und sollen ab April 2017 erhältlich sein.

Für Fachhandwerker interessant sein dürfte der Smart Service Key, das ab Juli erhältlich sein soll. Das Gerät unterstützt Wartung und Störungsbeseitigung bei Öl- und Gaskesseln und die Inbetriebnahme eines kompletten Heizsystems. Die Portallösung Control Center CommercialPLUS erlaubt zudem die Regelung von Heizungsanlagen bei größeren Anlagen, etwa in Mehrfamilienhäusern oder Verwaltungsgebäuden, aus der Ferne. Thiel hofft, das Handwerker in Zukunft genau wissen, was sie zu reparieren haben, bevor sie losfahren. Für Endverbraucher gibt es auch eine Lösung, die gleiches kann - der Easy Energiemanager. Doch der kommt erst im nächsten Jahr auf den Markt.

Die Digitalisierung bestimmt aber nicht nur die einzelnen Geräte. Thiel miente, man müsse auch Vertriebswege neu überdenken und Geschäftsmodelle hinterfragen. Allerdings schränkte er ein, dass die Digitalisierung nicht Allheilmittel, sei. „Am Ende müssen wir es analog hinkriegen, dafür steht Buderus“, so Thiel.

Doch weder beim Analogen noch beim Digitalen kann Buderus zur ISH die großen Sprünge zeigen. Die Technikneuerungen bewegen sich im erwartbaren Rahmen. Intelligente Steuerung von Heiz- oder Kühltechnik ist kein Novum, sondern zumindest im gewerblichen Neubau und bei weitblickenden energetischen Sanierern schon heute Standard. So gesehen ist das Unternehmen von seinem eigenen Anspruch „Heizsysteme mit Zukunft“ etwas entfernt. Denn das, was auf der ISH gezeigt wird, wirkt sehr gegenwärtig.

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Thermosiphon schrieb: Also wenn ich den bekannten Schadensbericht und das verlinkte...
Ruediger1931 schrieb: Du musst doch nur denen obersten Schluck des Kessels ablassen....
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