Keramiken wie diese sind mit einer antibakteriellen Glasur versehen. Bild: Sanibel Gerade wegen seiner herausragenden Bedeutung für die Körperhygiene sollte deswegen ein Bad weitgehend keim-, bakterien- und virenfrei bleiben. Ein Muss ist deshalb Stauraum. Wenn Handtücher und Hygieneprodukte in Schränken verstaut werden können, bieten sich den kleinen Plagegeistern deutlich weniger Angriffsmöglichkeiten. Die Badmöbel selbst sollten glatte Oberflächen aufweisen, damit sie einfach zu reinigen sind. Alle Brüche, etwa durch Reliefs, Ornamente oder sonstige Verzierungen, bieten einen Rückzugsort für Krankheitserreger. Deswegen kommen Badmöbel schon seit langer Zeit meist ohne aufwendige Optik aus.
Holz gut gegen Keime
Zudem kann das Material auch Keimen entgegenwirken. Profiköche nutzen Holzbretter zum Schnippeln, denn diese haben von Natur aus eine antibakterielle Wirkung. Das gilt auch für Badmöbel aus Holz, die ja sowieso im Trend sind. Die Möbel gibt es entweder beim Fachhändler oder, wenn das nötige Kleingeld vorhanden ist, von einem Tischler passend ins Bad gezimmert.
Weitere und die wohl kritischsten Keimherde sind logischerweise Toilettenbecken und Urinale. Bei den WC-Schüsseln setzen sich langsam, aber sicher, spülrandlose Varianten durch. Denn die Spülränder lassen sich nur schlecht von unten reinigen. Hier sammelt sich dann jahrelang Schmutz und damit Keime. Wer mal ein altes ausgedientes Toilettenbecken genauer betrachtet hat, weiß, wovon hier die Rede ist.
Dummerweise können die Keime von diesen unteren Spülrändern ihren Siegeszug quer durchs Badezimmer antreten. Deswegen sind spülrandlose Becken fast alternativlos. Bei ihnen erfolgt die Spülung des Beckens eben nicht durch den Rand, sondern wird rechts und links entlang der Beckenwand gleichmäßig verteilt. Dadurch gibt es keine Winkel, die den Blick auf Teile des Beckens verstellen. Es kann also problemlos von oben gereinigt werden. So gut wie alle Hersteller haben heute solche Lösungen im Angebot.
Noch ein weiterer Trend, nämlich die freistehende Badewanne, kommt der Hygiene entgegen. Sie lässt sich von allen Seiten begehen und somit reinigen. Das ist bei den fest eingebauten und verfliesten Varianten nicht möglich. Bei diesen Varianten gibt es Ecken, die sich nur schwer reinigen lassen und in denen sich somit Keimherde bilden können.
Antibakterielle Beschichtung
Damit Keime überhaupt keine Chance haben, setzen Hersteller, etwa Villeroy & Boch oder Sanibel, auf eine antibakterielle Oberflächenversiegelung ihrer Produkte. Die dafür notwendigen Chemikalien sind in der Glasur von Becken und Wannen enthalten. Deswegen machen sie stark chemisch wirkende Reiniger überflüssig. Das ist nicht nur gut für die Hände, sondern auch für die veredelten Oberflächen.
Der nächste Teil unserer Themenserie erscheint am 08.05.2020 und dreht sich um die Badewanne – und zwar um die hier in diesem Teil schon erwähnte freistehende. Dabei ist dieser Trend nicht einmal neu, denn schon die allerersten Badewannen waren freistehend.
Bereits erschienen:
27.04.2020: Badtrends 2020 – ein Überblick
29.04.2020: Barrierefreiheit – ein Muss
04.05.2020: Kontaktfreie Armaturen – nicht nur durch Corona gepusht
06.05.2020: Badhygiene – Wie können Möbel und Armaturen für Gesundheit sorgen?
Demnächst erscheinen:
08.05.2020: Freistehende Wannen – gute Planung für mehr Badespaß
11.05.2020: Smartes Bad – per App alles zu regeln
13.05.2020: Energieeffizienz – so kann man ordentlich sparen
15.05.2020: Lichtarrangements – LED für Wohlfühlen und Gesundheit
18.05.2020: Farben und Material – Bunt und Holz gewinnt
20.05.2020: Möbel und Accessoires – Pflanzen, Deko und andere Hingucker
22.05.2020: Das schöne Bad – Praxisbeispiele