B-Part Am Gleisdreieck, Berlin
Bild: HGEsch Photography
Das Holzgebäude B-Part Am Gleisdreieck ist temporär errichtet. Es wird fünf Jahre an dieser Stelle stehen und soll dann schnell abgebaut sowie an anderer Stelle neu aufgebaut werden. Dadurch erhöht sich die primäre Energiebilanz. Innerhalb eines Wohngebietes dient es als Funktionsgebäude. Die versetzbaren Wände lassen auch eine Nutzungsänderung zu. Errichtet wurde das Gebäude in Modul-Holzbauweise aus Holzrahmenbau in Kombination mit Brettstapeldecken und Holztafelbau für die naturbelassenen Fassaden. Es wurde ohne Klebeverbindungen geplant und hergestellt.
UNIQUE, Saarbrücken
Bild: Iris Maria Maurer / Unique SB Entwicklungs GmbH & Co. KG
Das UNIQUE ist ein umgenutzter, denkmalgeschützter Gebäudekomplex der ehemaligen Siemens-Niederlassung von 1965. Das Wohnquartier galt zwar als energetisch nicht sanierbar, wurde aber dennoch nachhaltig saniert und erreichte den für Bestandsbauten wirklich schwierigen KfW-55-Standard. So entstanden in einem Bürogebäude 41 Wohnlofts, Nachbargebäude wurden konstruktiv in Holzbauweise realisiert. Das ehemalige Casino wurde entkernt und eingeschossig in Holztafelbauweise aufgestockt, wobei die neuen Bauteile in Anlehnung an den Bestandsbau eine Fassade mit weißen Aluminiumkassetten erhielten. Auch weitere Gebäude im Areal wurden mittels Holzbauweisen nachhaltig saniert. Durch weitgehende Entsiegelung und extensive Dachbegrünung wurden lokale klimatische Verbesserungen erreicht.
MANARA, Ludwigsburg
Bild: Dietmar Strauss / DGNB
Das MANARA ist ein inklusives Wohnprojekt. Es besteht aus mehreren dreigeschossigen Kuben aus Holz. Diese mit einem hohen Vorfertigungsgrad gebauten Grundmodule können auf unterschiedliche Weise gruppiert, angeordnet und durch ein offenes Treppenhaus mit Stegen erschlossen werden. Diese Cubes entstanden in der Holztafelbauweise. Verwendet wurden weitestgehend sortenreine Baustoffe und schadstoffarme Produkte.
Die Gebäude kommen mit wenig Technik aus. Für Wärme und Strom sorgen Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage.
Der nächste und letzte Teil der Serie am 26.08.2021 stellt einige Praxisbeispiele des nachhaltigen Bauens im Nichtwohnbereich vor.
Bisher erschienen im Rahmen der Themenserie folgende Beiträge:
1. Was ist nachhaltiges Bauen?
2. Wie plant man ein nachhaltiges Bauwerk
3. Welche Baustoffe kommen für nachhaltiges Bauen in Frage?
4. Welche Baumethoden eignen sich für nachhaltiges Bauen?
5. Welche Zertifikate gibt es für nachhaltiges Bauen und was muss man dafür erfüllen?
6. Wie können sich Planer und Handwerker für nachhaltiges Bauen qualifizieren?
7. Kostet nachhaltiges Bauen mehr als konventionelles Bauen?
8. Welche Vorteile bietet nachhaltiges Bauen für die Nutzer einer Immobilie?
9. Praxisbeispiele für nachhaltiges Bauen: Wohngebäude
Erscheinen demnächst:
10. Praxisbeispiel für nachhaltiges Bauen: Nichtwohngebäude
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Ein Beitrag der Redaktion vom HaustechnikDialog.