Das Sonnenlicht wird von einem ebenen Spiegel "Heliostat" auf einen Konzentrator reflektiert. Dieser bündelt die Strahlung so, dass der Fokus außerhalb der Achse des einfallenden Lichts in einem Laborgebäude liegt, wo die Experimente installiert werden. Diese Anordnung wird als Off-Axis-Geometrie bezeichnet und bietet die Vorteile, dass der Fokus nicht mit dem Sonnenstand wandert und die Versuchsaufbauten die einfallende Strahlung nicht abschatten.Durch einen Shutter (Schnellverschluss) kann die einfallende konzentrierte Strahlung reguliert werden.
Der Sonnenofen bietet Forschern und Anwendern aus Wissenschaft und Industrie vielfältige Möglichkeiten zur Nutzung konzentrierter Solarstrahlung. Er wird insbesondere für Experimente in den Forschungsbereichen "Solare Chemie", "Solarthermie" und "Solare Materialforschung" genutzt.
Die
Energie des konzentrierten Sonnenlichts wird gebraucht, um an bestrahlten Materialien thermische oder photonische Effekte hervorzurufen. Im Fokus, (5000 Fach konzentrierte Sonne) dem so genannten Brennpunkt, werden
Temperaturen bis zu 2500 °C erreicht, mit einer Flussdichte von 5 MW/m² im Peak und einer Leistung von 25 kW.
Quelle: Deutsches Zentrum für
Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)