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Autoren
OldBo
26.01.2011
Die Herstellung von Hackschnitzel (grobes oder feines Schüttgut) kann durch schnelllaufende Hacker und Schredder (Häcksler) oder langsamlaufende Zerspaner (Trommelreißer) erfolgen. Bei den Hackern (Scheiben-, Trommel- oder Schneckenhacker) werden die Baum- oder Astteile parallel zum Schneidaggregat zugeführt.
Mobile Hacker
 Mobile Hacker
Quelle: TFZ - Technologie- und Förderzentrum Bayern
Häcksler/Schredder
 Häcksler/Schredder
Quelle: Posch GmbH
Scheibenhacker
 Scheibenhacker
Quelle: Althaus AG Ersigen
Trommelhacker
 Trommelhacker
Quelle: Althaus AG Ersigen
Schneckenhacker
 Schneckenhacker
Quelle: Katthöfer Sägetechnik e.K.
Die Herstellung von Hackschnitzel (grobes oder feines Schüttgut) kann durch schnelllaufende Hacker und Schredder (Häcksler) oder langsamlaufende Zerspaner (Trommelreißer) erfolgen. Bei den Hackern (Scheiben-, Trommel- oder Schneckenhacker) werden die Baum- oder Astteile parallel zum Schneidaggregat zugeführt.

Bei einem Schredder (Häcksler) und Zerspaner können die Holzreste in Wirrlage zugeführt werden. Bei dem Zerkleinern des Hackholzes wird es stark zersplittert und bekommt eine raue Oberfläche, dadurch wird es im Frischzustand biologisch schnell abgebaut und wird deswegen für die Brennholzbereitung nicht eingesetzt. Sie werden bevorzugt zur Aufbereitung von Mulchmaterial oder Kompostsubstraten verwendet.

Alle drei Hackerverfahren werden in stationärer, aber auch in mobiler (versetzbarer) Ausführung für die Erzeugung von Waldhackschnitzeln angeboten. Bei der Einsatzplanung ist ein bestimmter Mindestplatzbedarf für das Arbeiten im Wald oder am Betriebshof zu berücksichtigen, die in den technischen Unterlagen der Hersteller angegeben sind.

Die Hackertechnik beeinflusst die Hackschnitzelgröße und -form, die für die Verwertungs, Transport- und Lagereigenschaften wichtig sind. Deswegen werden folgende Eigenschaften gefordert: 
  •  Gleichmäßige Kantenlängen zur Verbesserung der Fließ- und Fördereigenschaften
  •  Vermeidung von Überlängen durch vollständige Erfassung auch der feinen Zweige und Stiele (zur Vermeidung von Brückenbildung im Lager)
  •  Saubere Schnittstellen und geringe Faser- oder Rindenbeschädigung zur Verringerung der spezifischen Oberfläche des Hackguts (bessere Lagerfähigkeit)
  •  Vermeidung von Fremdstoffaufnahme
Der Scheibenhacker zerkleinert das Holz mit mehreren Messern, die radial auf einer Schwungscheibe angeordnet sind. Mobile haben zwischen zwei und vier Messer. Das Holz wird über eine oder mehrere gegensinnig rotierende, profilierte Einzugswalzen auf diese Scheibe zugeführt, dabei ist die Zuführrichtung in einem Winkel von ca. 45° zur Scheibenebene, um den Kraftaufwand beim Schnitt zu senken. Durch Messerschlitze in der Schwungscheibe gelangen die abgetrennten Schnitzel auf die Rückseite der Scheibe und werden dort über Wurfschaufeln (Windflügel) in den Auswurfkanal geschleudert.
Die Schnittlänge der Schnitzel wird hauptsächlich durch die Höhe des Überstandes der Messerklingen über dem Scheibenrad bestimmt. Zur Erhöhung der Schnittlänge und zur Anpassung an eine begrenzte Antriebsleistung können einzelne Messer vollständig zurückgesetzt
werden.
Bei der Herstellung von Grobhackgut bis 150 mm Schnittlänge wird eine Distanzplatte zwischen Scheibe und Messerhalterung angebracht. Durch Variation der Einzugsgeschwindigkeit lässt sich hierbei die tatsächliche Schnittlänge einstellen.

Bei einem Trommelhacker sind 2 bis 8 durchgehende oder 3 bis 20 versetzt angeordnete Einzelmesser auf einer rotierenden, geschlossenen oder innen hohlen Trommel befestigt. Die Holzzufuhr erfolgt rechtwinklig zur Trommelachse, wobei der Schnitt in einer Position stattfindet, in der ein Winkel von ca. 25 bis 35° zum Gegenmesser vorliegt.
Wie bei den Scheibenhackern kann die Hackgutlänge durch Vor- oder Zurücksetzen der Messer verändert werden. Meistens werden Trommelhacker jedoch mit einer Nachzerkleinerungseinrichtung in Form eines auswechselbaren Prallsiebes sowie einer zusätzlichen Gegenschneide ausgerüstet. Bei solchen Bauformen wird der Hackgutaustrag durch ein Gebläse unterstützt.
Die Trommelhacker werden in den höchsten Leistungsklassen angeboten; dies betrifft sowohl den maximalen Holzdurchmesser, der bei mobilen Geräten bis zu 450 mm betragen kann, als auch die technische Durchsatzleistung, die bei maximal 100 m3/h liegen kann.

Bei Schneckenhacker rotiert eine konisch verlaufende, meistens waagrecht liegende Schnecke in einem langgestreckten, ebenfalls konisch verlaufenden Trichter. Der Grat der Schneckenwindungen besteht aus einer aufgeschweißten Hartmetallkante, die zu einem glatten Messer angeschliffen wurde. Durch Rotation wird das Holz vom spitzen Ende des Schneckenkegels erfasst und eingezogen,
wobei es unter ständigem Kraftschluss geschnitten wird. Der Austrag erfolgt wie bei den Scheibenhackern über Wurfschaufeln, die am hinteren Ende an der Schneckenwelle aufgeschweißt sind. Die Hackgutlänge lässt sich beim Schneckenhacker kaum beeinflussen, sondern entspricht der Steigung der Schneckenwindungen.
Auch ist die Beschickung auf Grund des relativ engen Einzugstrichters bei sperrigem Material schwieriger als bei den anderen Hackertypen.
Quellen
TFZ - Technologie- und Förderzentrum Bayern
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