Die
Herstellung von
Hackschnitzel (grobes oder feines Schüttgut) kann durch
schnelllaufende Hacker und
Schredder (Häcksler) oder
langsamlaufende Zerspaner (Trommelreißer) erfolgen. Bei den
Hackern (
Scheiben-, Trommel- oder
Schneckenhacker) werden die Baum- oder Astteile parallel zum Schneidaggregat zugeführt.
Bei einem
Schredder (Häcksler) und
Zerspaner können die Holzreste in Wirrlage zugeführt werden. Bei dem
Zerkleinern des Hackholzes wird es stark
zersplittert und bekommt eine
raue Oberfläche, dadurch wird es im Frischzustand
biologisch schnell abgebaut und wird deswegen für die Brennholzbereitung nicht eingesetzt. Sie werden bevorzugt zur
Aufbereitung von
Mulchmaterial oder
Kompostsubstraten verwendet.
Alle drei Hackerverfahren werden in
stationärer, aber auch in
mobiler (versetzbarer)
Ausführung für die Erzeugung von
Waldhackschnitzeln angeboten. Bei der Einsatzplanung ist ein bestimmter
Mindestplatzbedarf für das Arbeiten im Wald oder am Betriebshof zu berücksichtigen, die in den technischen Unterlagen der Hersteller angegeben sind.
Die Hackertechnik beeinflusst die Hackschnitzelgröße und -form, die für die Verwertungs, Transport- und Lagereigenschaften wichtig sind. Deswegen werden folgende Eigenschaften gefordert:
- Gleichmäßige Kantenlängen zur Verbesserung der Fließ- und Fördereigenschaften
- Vermeidung von Überlängen durch vollständige Erfassung auch der feinen Zweige und Stiele (zur Vermeidung von Brückenbildung im Lager)
- Saubere Schnittstellen und geringe Faser- oder Rindenbeschädigung zur Verringerung der spezifischen Oberfläche des Hackguts (bessere Lagerfähigkeit)
- Vermeidung von Fremdstoffaufnahme
Der
Scheibenhacker zerkleinert das Holz mit
mehreren Messern, die radial auf einer
Schwungscheibe angeordnet sind. Mobile haben zwischen zwei und vier Messer. Das Holz wird über eine oder mehrere gegensinnig rotierende, profilierte Einzugswalzen auf diese Scheibe zugeführt, dabei ist die Zuführrichtung in einem Winkel von ca. 45° zur Scheibenebene, um den Kraftaufwand beim Schnitt zu senken. Durch Messerschlitze in der Schwungscheibe gelangen die abgetrennten Schnitzel auf die Rückseite der Scheibe und werden dort über Wurfschaufeln (Windflügel) in den Auswurfkanal geschleudert.
Die
Schnittlänge der Schnitzel wird hauptsächlich durch die Höhe des Überstandes der Messerklingen über dem Scheibenrad bestimmt. Zur Erhöhung der Schnittlänge und zur Anpassung an eine begrenzte Antriebsleistung können einzelne Messer vollständig zurückgesetzt
werden.
Bei der Herstellung von
Grobhackgut bis 150 mm Schnittlänge wird eine Distanzplatte zwischen Scheibe und Messerhalterung angebracht. Durch Variation der Einzugsgeschwindigkeit lässt sich hierbei die tatsächliche Schnittlänge einstellen.
Bei einem
Trommelhacker sind 2 bis 8 durchgehende oder 3 bis 20 versetzt angeordnete
Einzelmesser auf einer rotierenden, geschlossenen oder innen hohlen
Trommel befestigt. Die
Holzzufuhr erfolgt rechtwinklig zur Trommelachse, wobei der Schnitt in einer Position stattfindet, in der ein Winkel von ca. 25 bis 35° zum Gegenmesser vorliegt.
Wie bei den Scheibenhackern kann die
Hackgutlänge durch Vor- oder Zurücksetzen der Messer verändert werden. Meistens werden Trommelhacker jedoch mit einer Nachzerkleinerungseinrichtung in Form eines auswechselbaren Prallsiebes sowie einer zusätzlichen Gegenschneide ausgerüstet. Bei solchen Bauformen wird der Hackgutaustrag durch ein Gebläse unterstützt.
Die Trommelhacker werden in den höchsten Leistungsklassen angeboten; dies betrifft sowohl den maximalen Holzdurchmesser, der bei mobilen Geräten bis zu 450 mm betragen kann, als auch die technische Durchsatzleistung, die bei maximal 100 m
3/h liegen kann.
Bei Schneckenhacker rotiert eine konisch verlaufende, meistens waagrecht liegende Schnecke in einem langgestreckten, ebenfalls konisch verlaufenden Trichter. Der Grat der Schneckenwindungen besteht aus einer aufgeschweißten Hartmetallkante, die zu einem glatten Messer angeschliffen wurde. Durch Rotation wird das Holz vom spitzen Ende des Schneckenkegels erfasst und eingezogen,
wobei es unter ständigem Kraftschluss geschnitten wird. Der Austrag erfolgt wie bei den Scheibenhackern über Wurfschaufeln, die am hinteren Ende an der Schneckenwelle aufgeschweißt sind. Die Hackgutlänge lässt sich beim Schneckenhacker kaum beeinflussen, sondern entspricht der Steigung der Schneckenwindungen.
Auch ist die Beschickung auf Grund des relativ engen Einzugstrichters bei sperrigem Material schwieriger als bei den anderen Hackertypen.