KI-Tools sind Softwareanwendungen, Programme oder Softwareanwendungen, die Künstliche Intelligenz (KI) nutzen oder integrieren, um bestimmte Aufgaben oder Probleme zu lösen. Dank intelligenter Algorithmen nehmen diese viel Arbeit ab und können die die Produktivität steigern.
Da die Vielzahl von Technologien oftmals nicht strikt voneinander abgrenzbar und spezifisch auf verschiedene Anwendungsfelder zugeschnitten ist, haben die Studienautoren eine Einteilung in "Werkzeuggruppen" vorgenommen. Hierzu zählen Text- und Sprachverarbeitung, Wissensrepräsentation und Semantik, Bild- und Tonverarbeitung, Aktionsplanung, Optimierung, Multidimensionale Mustererkennung sowie Emotionserkennung und Absichtsanalyse. In der Regel kommen Kombinationen dieser Gruppen für eine spezifische Lösung zum Einsatz, wodurch auch komplexe Probleme gelöst werden können. So kann ein Assistenzsystem in der Produktion z. B. über Spracheingaben gesteuert werden und die aufgenommenen Daten dann durch semantische Technologien zu einer Systemoptimierung verarbeiten.
KI-Technologien sind in vielen unterschiedlichen Unternehmensbereichen im Produktionsumfeld einsetzbar, von der Instandhaltung über die Logistik bis hin zur Produkt- und Prozessentwicklung oder Ressourcenplanung. Ein mit KI ausgestattetes Ressourcenmanagement kann beispielsweise kontinuierlich die Aufnahme und Verteilung von Ressourcen in der Fabrik analysieren und vorhersagen, um die Produktion dementsprechend anpassen und so Kosten optimieren zu können. Jedoch gibt es auch hier keine allgemeingültigen Lösungen. Vielmehr ist KI ein Werkzeug, welches zusammen mit anderen Möglichkeiten die besten Anwendungsergebnisse erzielt. Der erste und wichtige Schritt zur erfolgreichen Nutzung liegt in der Identifizierung des Problems oder Verbesserungspotenzials im Unternehmen und der Frage, ob und welche KI-Werkzeuge dementsprechend sinnvoll einsetzbar sind und welche Rolle der Mensch im Zusammenspiel mit KI spielt. Hierbei bietet die neue Studie des Frauenhofer IAOs Hilfestellung und gibt Unternehmen Orientierung.
Quelle: Fraunhofer IAO
KI-Tools sind längst in der Arbeitswelt angekommen und werden von immer mehr Unternehmen eingesetzt, um Arbeitsprozesse zu automatisieren und effizienter zu gestalten. Dennoch bleibt die Mehrheit der Firmen zurückhaltend. Laut einer Statista-Befragung nutzten im Jahr 2024 lediglich 27 Prozent der befragten Unternehmen Künstliche Intelligenz.
Das bietet Early Adoptern (Frühanwender) nach wie vor einen erheblichen Wettbewerbsvorteil. Der Autor William Gibson beschreibt diese Dynamik treffend: "Die Zukunft ist schon da – sie ist nur ungleich verteilt." Dieses Ungleichgewicht zeigt sich insbesondere bei der Nutzung von KI-Tools: Unternehmen, die frühzeitig auf diese Technologie setzen, verzeichnen bereits bedeutende Fortschritte. Andere hingegen zögern noch, das Potenzial für sich zu erschließen.
Vorteile von KI-Tools
Der größte Vorteil von KI liegt in ihrer Fähigkeit, Aufgaben automatisiert, schnell und rund um die Uhr zu erledigen. Sie arbeitet einheitlich und zuverlässig, wobei potenzielle Schwächen wie das gelegentliche "Halluzinieren", also das Generieren falscher Antworten, durch kontinuierliche Weiterentwicklung zunehmend reduziert werden. Diese stetig steigende Präzision macht KI zu einem unverzichtbaren Werkzeug in der Geschäftswelt.
Unternehmen können heute aus einer Vielzahl von KI-Tools wählen. Dazu gehören ChatGPT, Claude und Perplexity, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte haben. ChatGPT überzeugt durch Vielseitigkeit und Kreativität. Perplexity bietet faktenbasierte Antworten mit Quellenangaben. Claude punktet mit einem starken Fokus auf Sicherheit und Ethik und ist ideal für sensible Bereiche.
KI-Chatbots sind nicht nur Werkzeuge für einzelne Aufgaben, sondern können von Mitarbeitern im Arbeitsalltag als Sparring-Partner genutzt werden. Sie unterstützen bei der Informationssuche, beim Brainstorming, bei der Argumentation sowie bei der Erstellung und Überarbeitung von Texten.
Zusätzlich können Unternehmen KI-Chatbots individuell anpassen, um passgenaue Lösungen für ihre Mitarbeiter bereitzustellen. Eigene Versionen von ChatGPT, sogenannte GPTs, können intern eingesetzt werden, um spezifische Anforderungen zu erfüllen. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl spezialisierter KI-gestützter Softwarelösungen, die gezielt für bestimmte Aufgabenbereiche entwickelt wurden wie der KI-Chatbot von Superchat.
Nachteile von KI-Tools
Trotz ihrer vielen Vorteile haben KI-Tools einige Schwächen, die Unternehmen berücksichtigen sollten, um sie verantwortungsvoll und effektiv einzusetzen.
Ein Beispiel sind Halluzinationen und falsche Antworten. KI-Tools wie Chatbots können gelegentlich ungenaue oder falsche Antworten liefern, die als "Halluzinationen" bezeichnet werden. Dies kommt durch die rasante Weiterentwicklung der Modelle jedoch immer weniger vor.
Ein weiteres wichtiges Thema ist Datenschutz und Sicherheit. KI-Tools benötigen oft Zugriff auf große Mengen an Daten, darunter auch sensible oder persönliche Informationen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass alle Datenschutzrichtlinien eingehalten werden, insbesondere im Hinblick auf Vorschriften wie die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung). Dies ist entscheidend, um Missbrauch oder Datenlecks zu vermeiden.
Schließlich gibt es noch die begrenzten Fähigkeiten von KI. KI kann keine Aufgaben übernehmen, die emotionale Intelligenz, Kreativität oder ein tiefes Verständnis erfordern. Der größte Mehrwert liegt daher in der Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI, bei der die Stärken beider kombiniert werden.
Quelle: Julian Gumny, SuperX GmbH
So revolutionär ChatGPT auch ist – wenn es um Künstliche Intelligenz (KI) geht, sorgt nicht nur dieser einen Bot* (Abkürzung für "Roboter" [KI-Chatbot] für Aufsehen. Stattdessen kamen im Lauf der letzten Jahre eine ganze Reihe von KI-gestützten Tools auf den Markt, die dank intelligenter Algorithmen viel Arbeit abnehmen und die Produktivität steigern können.
* Ein Bot (KI-Chatbot) nutzt eine natürliche Sprachverarbeitung (Natural Language Processing, NLP), um Anfragen zu verstehen, zu verarbeiten und zielführend und ebenfalls in natürlicher Sprache darauf zu antworten. Mithilfe maschinellen Lernens (ML; Deep Learning) lassen sich solche Bots trainieren.
KI-gestützte Tools, die dank intelligenter Algorithmen viel Arbeit abnehmen und die Produktivität steigern können.
• ChatGPT: Ein Bot für alle Fälle
• Dall-E 2: Einzigartige Bilder auf Knopfdruck
• Beautiful.ai: Schnell zur perfekten Präsentation
• genei.ai: Zusammenfassungen leicht gemacht
• LanguageTool: Versteht alle deine Fehler
• DeepL: Übersetzen (fast) wie ein:e Muttersprachler:in
• Fireflies.ai: In der Kürze liegt die Würze
• Murf: Natürliche Stimmen künstlich erzeugen
• Brain.fm: Spiel dir dein eigenes Lied
• Accountable Finanzamt-Brief: Post vom Finanzamt verständlich erklärt
Quelle: Sophia Merzbach, Accountable SA
Die besten KI-Tools: So nutzt du künstliche Intelligenz im Beruf