Die Wattiefe ("waten" - Gehen oder Fahren durch flaches Wasser) gibt an, bis zu welcher Höhe das Wasser reichen kann, ohne dass kritische Komponenten des Fahrzeugs, wie der Motor, die Elektronik oder das Getriebe, beeinträchtigt werden. Dies wird in der Regel von den Fahrzeugherstellern durch Tests ermittelt und in den technischen Spezifikationen des Fahrzeugs angegeben. Die Wattiefe ist deshalb eine wichtige Kennzahl für Fahrzeugdesigner, um sicherzustellen, dass ihre Autos den Anforderungen verschiedener Umgebungen gerecht werden können.
Die genaue Wattiefe (maximale Gewässertiefe, die ein Fahrzeug durchqueren kann), hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen Karosserieform, Reifengröße und die Abdichtung des Aggregats selbst. Schon ab einer Eintauchtiefe von nur 25 Zentimetern, sprich bis zur Türunterkante, können Schäden an Sensoren, Elektrik, Fahrwerk, Innenverkleidung und Bremsen auftreten. Sand und Schlamm geraten vielleicht in die Radlager und Schweller oder der Katalysator laufen voll. Auch wenn das Auto dann noch funktionstüchtig scheint, kann ein weiterer Betrieb ohne Überprüfung zu weiteren Schäden führen. Das gilt sowohl für Elektroautos als auch für jene mit Verbrennungsmotor. Daher sollte man eine Fahrt durch zu tiefe Pfützen oder gar Hochwasser mit jeglichem Antrieb vermeiden.
Elektroautos sind gut gegen Wasser isoliert und haben automatische Sicherheitsabschaltungen, die bei Hochwasser das Hochvoltsystem spannungsfrei machen. Bei Gewittern schützen sie wie ein Faradayscher Käfig vor Blitzeinschlägen. Tiefes Wasser kann jedoch zu Systemausfällen führen. Schäden durch Hochwasser sollten von Fachwerkstätten überprüft und repariert werden, bevor das Fahrzeug wieder genutzt wird.