In einem
zylindrischen Gehäuse rollt der sich frei auf einem
Kolbenzapfen drehende Kolben an der Gehäusewand ab und kreist dabei exzentrisch um die Zylinderachse. Der dabei entstehende sichelförmige Raum wird durch die Berührungslinie zwischen Kolben und Gehäuse sowie durch den beweglichen Trennschieber in Saug- und Druckraum getrennt. Während einer Umdrehung erweitert sich der Saugraum ständig, es wird also stetig angesaugt. Gleichzeitig verkleinert sich der Druckraum bis sich bei Erreichung des Gegendruckes das Druckventil öffnet und der verdichtete
Kältemitteldampf ausgeschoben wird.
Ein Saugventil ist nicht erforderlich. Da es keine Rückexpansion gibt, ist der Liefergrad fast 1. Der Rollkolbenverdichter war über viele Jahre in der Kleinkälte (Haushaltskühlschränke) weit verbreitet. Ruhiger Lauf, hoher Liefergrad durch die Gleichstrom-
Dampfführung, kleine Abmessungen und geringfügiges Gewicht begründeten seine Anwendung.