Es gibt besondere Kunststoff-Folien, die nur eine geringe Durchlässigkeit für Sauerstoff besitzen. Die Kalle Niederlassung der Hoechst AG fand z. B. in einer speziellen Polyvinylalkohol-Folie ein Material, das selbst bei hoher relativer
Luftfeuchte eine gute Sauerstoffdichtigkeit aufweist. Die PVAL-Folie ist beidseitig mit Polyethylen beschichtet und übersteht auftretende Dehnungen ohne Bruch. Die meisten Heizrohrhersteller verwenden eine Sauerstoffsperrschicht aus EVOH. Die Buchstaben stehen für:
E = Ethylen
V = Vinyl
OH = Chemisches Zeichen der Alkoholgruppe
Es besitzt einen Schmelzpunkt von über 180°C und wird über Haftvermittler als dünne Schicht auf das Basisrohr aufextrudiert. Einige Hersteller legen die EVOH-Schicht auch in die Mitte der Rohrwandung. Die Ummantelung des Heizrohres erfolgt in Längsrichtung, wobei die Folie fest mit dem Rohr verbunden wird.
Heutzutage werden die
Diffusions-Sperrschichten ausnahmslos im Koextrusionsverfahren hergestellt. Das geformte Basisrohr wird nach seiner Abkühlung und Kalibrierung durch die Düse eines seitlich der Linie angeordneten Extruders geführt, der eine dünne Schutzschicht aufzieht. Um Schichtdickenunterschiede zu vermeiden, können auch mehrere Extruder hintereinander angeordnet sein, die in Folge mehrere dünne Schichten auf das Rohr auftragen.