Dieses Bakterium Pseudomonas kann Lungenentzündungen, Wundinfektionen und Blutvergiftungen (Sepsis) hervorrufen und ist neben das Legionella einer der wichtigsten Erreger, die auch durch das Trinkwasser übertragen werden können. Sie vermehren sich zwischen 25 und 30 °C, also bei Temperaturen, die in nicht oder schlecht gedämmten Trinkwasserleitungen vorkommen können, und haben besonders in Krankenhäusern eine verheerende Wirkung. Darin liegt z. B. auch der Grund, dass hier keine Blumenvasen aufgestellt werden dürfen.
Während Legionellen (Legionella pneumophila) in wärmerem Trinkwasser übermäßig auftreten können, findet sich das Bakterium Pseudomonas aeruginosa ausschließlich im kalten Trinkwasser. Es vermehrt sich verstärkt ab 20 °C und stirbt bei ca. 45 °C bereits ab. Aus empririschen Studien ist bekannt, dass es vorrangig in den Sommermonaten nachgewiesen wird, wenn die Temperaturen über 25 °C betragen. Es ist hochresistent gegenüber Desinfektionsmaßnahmen sowie Antibiotika und kann sich in Biofilmen von Rohrleitungen, Armaturen oder Speicher ansiedeln. Darin wird es von chemischen Mitteln nicht vollständig abgetötet. Pseudomonas aeruginosa kann bei immunschwachen Personen zu schweren Lungenentzündungen, Sepsis und Wund-Infektionen führen, während die gesunde Allgemeinbevölkerung nicht gefährdet ist.
Nach der Aussage des Robert Koch Institut (RKI) gelten schon die geringsten Konzentrationen als "gesundheitlich bedenklich". In einer Wasserprobe von 100 ml darf kein Erreger vorkommen. Sie können bei den Menschen zu schweren entzündlichen Organerkrankungen, auch mit Todesfolge, führen. Eine Therapie ist bei diesen Infektionen ist schwierig.
Ein Befall einer Trinkwasserinstallation mit diesem Bakterium hat zur Folge, dass das Gebäude umgehend gesperrt und saniert werden muss.