Frauenurinale (Damenurinale) eine noch relativ unbekannt. Die Urinale sind der weiblichen Anatomie angepasst. Uriniert wird in einer Hockposition. Eine flächendeckende Verbreitung von Damenurinalen scheitert aber immer noch an dem Schamgefühl, das trotz der Trennwände zwischen den Urinalen immer noch vorhanden ist.
Auf Grund der Vorteile, so z. B. schnelle, hygienische Benutzung (kein Körperkontakt zum Sanitärgegenstand), der geringere Wasserverbrauch (der Wasserbrauch reduziert sich etwa zur Hälfte) und weniger Platzbedarf (keine geschlossenen Kabinen notwenig), wird sich auch dieses Urinal vor allen Dingen in öffentlichen Toiletten durchsetzen.
Eine Alternative ist das Hock-WC, wie sie in südlichen Ländern verbreitet sind. Sie werden in hockender Stellung benutzt und da dabei kein unbekleidetes Körperteil das WC-Becken berührt, sind sie sehr hygienisch, aber gewöhnungsbedürftig. Diese WC-Art wird zunehmend auch in öffentlichen Toilettenanlagen und Rasthäusern eingesetzt.
Der Hauptvorteil des Urinals ist jedoch vor allem die Einsparungen im Wasserverbrauch. Der Wasserverbrauch eines gebräuchlichen WCs ist relativ hoch und liegt bei 9 bis 14 Litern pro Spülung. Bei einem Urinal hingegen werden nur 2 bis 3 Liter verbraucht, ganz sparsame Varianten kommen sogar mit 1 Liter aus.
Ein noch höheres Einsparpotential bieten die wasserlosen Urinale, die mit speziellen Siphons ausgestattet sind, die den Urin abfließen lassen.
Besonders bei
Massenveranstaltungen haben Frauen das Problem, eine
öffentliche Toilette zu benutzen.
• Es bilden sich
meterlange Warteschlangen mit minutenlangen Wartezeiten vor den
WC's. Ganz offensichtlich gibt es in diesem Moment zu wenig
WC-Kabinen, wenn man am dringendsten "muss".
•Dazu kommt, dass durch die Toilettenkörper
verunreinigt sind und die Kabinen unangenehme Verschmutzungen aufweisen.
• Es besteht ein
Ekel, sich auf eine
unsaubere Toilettenbrille zu setzen, weil die Angst vor
unhygienischen Kontakten besteht.
• Der Grund liegt in dem "
anonyme Verhalten" hinter einer geschlossenen
WC-Tür, dass zu einem rücksichtsloses Verhalten führt.
Aufgrund dieser Tatsachen wurde eine effektivere, komfortablere und vor allem hygienischere Lösung mit dem "
Lady P. Gesamtkonzept" erstellt.
Das relativ "offene" Gesamtkonzept von Lady P. wird die Benutzerinnen in eine neue, stimmungsvolle Situation bringen. Gerade die halboffene / halbtransparente Lage, in der sie sich nun befinden, wird auch neue ungewohnte Reaktionen bei ihnen auslösen. Tests haben gezeigt, dass sich nicht nur die Benutzungszeiten verkürzen, sondern dass auch viel mehr Sorgfalt beim sozialen Verhalten gezeigt wurde. Die komfortablere Schwebehaltung über dem
Urinal erhöht deutlich das Gefühl für hygienische Sicherheit. Die ideale Plazierung von Papier, Einwurfmöglichkeit für Tampons bzw. Binden, die Taschenablage und der Kleiderhaken unterstreichen das komplette Erscheinungsbild dieser neuartigen Damentoilette.
Auch nach intensiven Informationen und Bewerbungen dieses Konzeptes haben sich die Frauenurinale nicht durchsetzen können. Oder man spricht nicht so gerne über dieses Thema, wodurch der Umfang des wirklichen Einsatzes nicht bekannt ist.
In den vergangenen 30 Jahren tauchten europaweit verschiedene Prototypen auf, einige schafften es sogar bis zur Markttreife und wurden zum Beispiel bei Musikfestivals eingesetzt. Dort zeigten sich die Frauen begeistert, aber mit dem Argument, dass es besser sei, als sich hinter einen Busch zu hocken. Wer sich umhört, für wie sinnvoll Frauen solche Urinale halten, bekommt unterschiedliche Antworten.
Aber es gibt derzeit in Deutschland gar keine Frauen-Urinale zu kaufen. Der Markt dafür existiert schlicht und ergreifend nicht. Auch das o.g. "Lady P. Gesamtkonzept" ist nicht mehr lieferbar. Das ist durchaus überraschend, wenn man bedenkt, dass es Prototypen und Entwürfe für Unisex- oder Frauen-Pissoirs bereits seit knapp 20 Jahren gibt. Das Konzept ist dabei stets identisch, Unterschiede gibt es nur im Detail.