Vagabundierende Ströme sind ein
Stromfluss, der betriebsmäßig nicht über das elektrische Leitungsnetz (L1, L2, L3, N) fließt, aber z. B. über Rohrleitungen,
Fundamenterder oder Gebäudekonstruktionen (besonders aus FE-Metallen und
Kupfer- bzw.
Kupferlegierungen). Durch diese Ströme kommt es in
Verbindung mit
Feuchtigkeit der
Luft oder des Bodens und mit
Flüssigkeit in Rohrleitungen (vagabundierende Ströme in
Elektrolyten) zur
Korrosion. Der
Schutzleiter führt betriebsmäßig Strom.
Die
vagabundierenden Ströme können durch
Gleichstromquellen erzeugt werden. In metallischen Leitungssystemen, erdverlegten Rohrleitungen und Öl- und Gastanks können in
kurzer Zeit Schäden entstehen. So kann z. B. 1 mA in einem Jahr ca. 10 Gramm Fe (
Eisen) zerstören.
Je höher die
elektrische Leitfähigkeit der verwendeten Flüssigkeit (
Trinkwasser,
Heizungswasser, Solar- und Kühlwasser) ist,
desto schneller laufen die
Korrosionsprozesse ab. Deshalb sollte hier
behandeltes VE-Füll- und Ergänzungswasser bzw.
-Flüssigkeit verwendet werden.
Die Folge der Elektrokorrosion kann zu
Undichtigkeiten in
Rohrsystemen führen und
Potenzialausgleichssysteme werden durch
korrodierte Erder gestört.