Heutzutage werden die Wasch- und Spültischarmaturen in der Regel nur noch mit Flexschläuche angegeschlossen. Nur selten findet man noch die starre Verbindung mit verchromtem Kupferrohr.
Die Schläuche müssen eine DVGW-Zulassung und eine Hygiene- und Festigkeitsprüfung nach den DVGW Arbeitsblättern W 270, W 543, W 270 und KTW A (bis +60° C) haben.
Da die Schläuche ständig unter Druck (teilweise bis 10 bar) stehen und schlecht beobachtet (verdeckter Einbau) werden können, sind besondere Anforderungen an die Beschaffenheit, mechanische Festigkeit und Qualität gestellt.
Gute Schläuche haben eine extrem glatte Innenoberfläche, die Ablagerungen verhindert und geringe Druckverluste. Das Schlauchmaterial sollte geruchs- und geschmacksneutral, lebensmittelecht und widerstandsfähig gegen Ozon und UV-Strahlung sein.
Da diese flexiblen Schläuche keine unendliche Lebensdauer haben, kann es schon nach einigen Jahren zu Leitungswasserschäden kommen. Besonders eine falsche Installation (z. B. Abknickungen, Verdrehungen, zu kurze oder zu lange Schläuche) ist die häufigste Schadensursache. Hier stellt sich auch die Frage, ob die beigepackten Schläuche bei "Billigarmaturen" wirklich immer geeignet sind.
Die Stahlflexschläuche sollten regelmäßig überprüft und prophylaktisch alle 10 Jahre getauscht werden. Der häufigste Fehler ist, dass in den Schränken unterhalb der Spüle oder des Waschtisches immer noch Reinigungsmittel aufzubewahrt werden. Durch deren Ausdünstungen werden die Edelstahlumflechtungen angegriffen und der Gummi- bzw. Kunststoffschlauch darunter extrem spröde.
Versicherungen melden einen rapiden Anstieg derartiger Schäden. Deshalb wird die Montage von Leckageschutzeinrichtungen, die im Falle eines Leitungswasserschadens die Installation automatisch absperren und dem Betreiber eine Alarmmeldung senden. Leider wird eine Undichtigkeit von vielen Geräten nicht erkannt.