Bei dem Spülvorgang von Heizungsanlagen, besonders mit Plattenheizkörpern, wird oft die "Gummihammermethode" oder die "Rüttelmethode" angewendet. Bei der Rüttelmethode wird ein Rüttelvorsatz auf eine Bohrmaschine aufgesetzt und im Hammerbetrieb ohne Drehbewegung betätigt. Dabei werden die einzelnen Heizkörper seperat beim Durchspülen ca. 15 bis 20 Sekunden hauptsächlich im unteren Bereich gerüttelt. Dadurch sollen sich die Magnetitablagerungen besser ablösen. Dabei muss man bedenken, dass bei zwei- oder dreillagigen Plattenheizkörper nur die vordere Platte bearbeitet werden kann.
Bei diesen Methoden sehen viele Fachleute ein gefährliches Problem. Auf der einen Seite können sich größere Magnetitteile ablösen, die dann den Spülvorgang, je nach Spülrichtung, an den HK-Ventilen oder an den Rücklaufverschraubungen behindern oder unterbrechen. Auf der anderen Seite ist es aber auch möglich, dass durch das Klopfen oder Rütteln bei älteren Heizplatten größere Rostflächen abfallen und der Heizkörper im Wasserdruckzustand undicht werden kann.
Zitat aus der Herstellerunterlage:
Verwenden Sie den Radhammer niemals auf einem Heizkörper, der mit etwas anderem als Standard-Kupferrohren verbunden ist. Die Vibration und Entfernung hartnäckiger Ablagerungen kann versteckte Korrosion aufdecken, die bereits im Heizsystem vorhanden ist, was zu potenziellen Leckagen führt. Lose Farbe kann beschädigt oder entfernt werden. Entschädigen Sie sich immer von Schäden, die die Verwendung des Produkts verursachen kann.
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