Wenn der Strom durch Blitzeinschläge oder Erdschlüsse innerhalb von Sekundenbruchteilen komplett ausfällt, dann entsteht ein Spannungseinbruch (Netzwischer, Schlag auf das Netz) der zeitlich meist unmittelbar vor einem Brownout auftritt. Auch ein Einschalten von großer Drehstrommotoren oder elektrischer Heizkörper, die einen hohen Anlaufstrom haben, kann die Ursache sein.
Nach der DIN EN 50160 "Merkmale der Spannung in öffentlichen Elektrizitätsversorgungsnetzen" ist ein Spannungseinbruch ein plötzliches Absinken des Spannungseffektivwertes auf einen Wert zwischen 90 % und 5 % des festgelegten Wertes, gefolgt von einer direkten Wiederherstellung dieser Spannung. Die Dauer des Spannungseinbruchs liegt zwischen einer halben Periode (10 ms) und einer Minute.
In der Regel bemerken Stromverbraucher diese Netzwischer nicht, da automatische Regelsysteme die Stromversorgung binnen einer Sekunde eigenständig wiederherstellen. Für eine derart schnelle Reaktion bedarf es einer kritischen Masse an vorgehaltener Regelleistung, die z. B. Notstromaggregate bereithalten können. Durch sie kommt es in der Regel zu keinen Systemschäden.
Wenn ein Netz nicht richtig abgesichert ist, dann kann es zum Ausfall von Computersystemen, SPS-Anlagen, Relais und Frequenzumrichtern führen.