"Kleinvieh macht auch Mist" oder man könnte auch sagen "kleine Schritte führen auch zum Ziel". Die Energiewende ist nicht nur die Sache von Regierungen und Großunternehmen, sondern sie beginnt oft im Kleinen. Die Bekämpfung des Klimawandels erfordert ebenso das Engagement jedes Einzelnen. Oftmals beginnen die Veränderungen in den eigenen vier Wänden. Eine Vielzahl von Maßnahmen kann dazu beitragen, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.
Eine wichtige Komponente ist die Steigerung der Energieeffizienz. Durch den Einsatz energieeffizienter Geräte und die Verbesserung der Gebäudedämmung wird nicht nur der Energieverbrauch gesenkt, sondern auch die Stromrechnung. Wasser sparen ist eine weitere Maßnahme. Wassersparende Armaturen und Geräte verringern den Wasserverbrauch und den Energieaufwand für die Wasseraufbereitung.
Weniger Abfall durch Reduzierung, Wiederverwendung und Recycling trägt zur Verkleinerung von Deponien bei und schont wichtige Ressourcen. Viele Produkte können auch gebraucht noch gut gekauft und weiterverwendet werden. Dazu zählen gebrauchte Bildschirme ebenso wie Kleidung oder Bücher. Die Recyclingquote der eingesammelten Elektogeräte liegt derzeit bei fast 87 %. Aber es landen verbotenerweise immer noch zu viele Produkte mit fest verbauten elektrischen oder elektronischen Bestandteilen (Spielzeug, Dekogeräte), Kleinelektrogeräte (Handy, Receiver, Fernbedienung), Kabel (Stecker, Steckerleisten, Adapter) und Batterien sowie Akkus im Hausmüll. In den Geräten stecken beispielsweise Schwermetalle (Quecksilber, Blei und Kadmium) und auch Flammschutzmittel und FCKW. Diese können die Gesundheit und Umwelt gefährden. Aber aus den Geräten können auch wertvolle Stoffe (Gold, Platin, Kupfer und sortenreine Kunststoffe) gewonnen werden.
Bewusster Konsum von langlebigen und ressourceneffizienten Produkten sowie die Vermeidung von Einwegplastik sind weitere wichtige Schritte. An vielen Stellen kann auf Plastik verzichtet werden. Die gute alte Seife macht genauso sauber wie ein modernes Duschgel mit Mikroplastik. Unsere Ernährungsgewohnheiten sind ein weiterer Schlüsselbereich. Weniger Fleischkonsum oder eine vegetarische Ernährung reduzieren die Treibhausgasemissionen, die mit der Fleischproduktion verbunden sind.
Weitere Treibhausgase können minimiert werden, wenn man das Auto stehen lässt, weniger das Flugzeug benutzt und stattdessen auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, das Radfahren und Carpooling umsteigt. Bildung und Bewusstsein über den Klimawandel sind daher von größter Bedeutung, denn das Teilen von Wissen und das gemeinsame Handeln sind entscheidend, um politische Veränderungen herbeizuführen. Die individuellen Anstrengungen mögen auf den ersten Blick begrenzt erscheinen, aber in Kombination mit ähnlichen Schritten von vielen Menschen können sie helfen, die Energiewende voranzutreiben und den Klimawandel zu bekämpfen.