Das Tropfkörperverfahren gehört zu den ältesten
Abwasserreinigungsverfahren.
1. Vorklärung - Hier trennen sich die Feststoffe im Abwasser von der Flüssigkeit, indem sie auf den Boden absacken.
2. Dannach gelangt das
Abwasser über ein
Verteilersystem in die biologische Stufe (den eigentlichen Tropfkörper). Hier wird es durch einen
Verteiler über die Tropfkörper-schüttung (Lavaschlacke bzw. viele kleine Lavasteine oder Kunststoffröhrchen) verteilt. Auf diesen bilden sich die Bakterien, welche zur Reinigung des
Abwassers benötigt werden. Die Versorgung der Bakterien mit Sauerstoff geschieht in der Regel über den Behälterdeckel, der zu diesem Zweck einige Löcher hat.
Das
Abwasser tropft durch das Schüttgut bis zum Boden des Behälters, und wird dann in die Nachklärung (die letzte Behälterkammer) befördert.
3. In der Nachklärung vom Tropfkörper werden die restlichen Feststoffe, welche hier noch auf den Grund absacken, wieder zurück in die erste Kammer gepumpt. Außerdem wird dadurch ein Kreislauf geschaffen, d.h. ein Teil des
Abwassers läuft zweimal durch den Tropfkörper.
Das geklärte
Abwasser in der Nachklärung kann von hier aus versickert, verrieselt oder in einen
Vorfluter eingeleitet werden.
Die meisten Tropfkörper benötigen leider zwei Klärbehälter. Ausnahme bilden neuere Anlagen für höchstens 8 Personen.
Vorteile von Tropfkörperanlagen
- sehr bewährt
- sehr günstig im Stromverbrauch (ab ca. 20-30 EUR / Jahr)
Nachteile von Tropfkörperanlagen
- Benötigen fast immer 2 Behälter
- Nachrüstung nicht möglich
- Viele Hersteller erneuern die Zulassung nicht. Am besten vorher erkundigen!
- Mind. 2
Pumpen nötig
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