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News vom 25.05.2018

Smarte Haustechnik

Einbindung externer Komponenten

In den vergangene elf Teilen der Serie haben wir betrachtet, was man in einem Gebäude alles smart machen kann – und wie. Doch auch draußen wartet so allerhand, was eingebunden sein will. So spielt etwa die Außenbeleuchtung bei Sicherheitsaspekten eine große Rolle. Registriert der Bewegungsmelder nachts eine Bewegung auf dem Grundstück, schaltet sich das Licht automatisch ein. Das ist ein Klassiker und noch nicht smart. Smart wird es dann, wenn der Bewegungsmelder gleichzeitig der Überwachungskamera ein Signal gibt, dass sie sich einschaltet. Genau diese Kombination ist eine der meistverkauften Installationen für Smart Home.

Mit eigener Stromproduktion und Batteriespeicher kann man auch ein E-Auto smart einbinden. <br />Bild: fy
Mit eigener Stromproduktion und Batteriespeicher kann man auch ein E-Auto smart einbinden.
Bild: fy

Eigener Strom - smarter Verbrauch

Doch auch ein Auto kann smart eingebunden werden. Das funktioniert aber nur dann, wenn es ein E-Auto ist, also entweder rein batterieelektrisch fährt oder zumindest teilweise als Plug-in-Hybrid. Und: Für diese Einbindung benötigt man auch eine eigne, kleine Stromproduktion. Photovoltaik (PV) auf dem Dach ist Standard. Möglich wären aber auch Technologien der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wie Blockheizkraftwerke (BHKW) oder Brennstoffzellen, die jedoch nur in größeren Gebäuden installiert werden. Auch kleine Windturbinen erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Doch wie bindet man das E-Auto nun smart an?

Dafür braucht es einer Ladestation, neudeutsch aus Electric Vehicle Supply Equipment oder EVSE genannt. Und man braucht auf jeden Fall bei der PV einen Batteriespeicher. Der fängt den tagsüber produzierten Solarstrom ein und lädt damit in der Nacht das E-Mobil vor dem Haus auf. Nun wird es smart: Ist die Stromproduktion und- -speicherung deutlich größer, kann der Überschuss für andere Geräte im Gebäude genutzt werden. Oder er wird eingespeist – bei den aktuellen Fördersätzen lohnt sich das aber eher nicht.

Genau diese Über- oder Unterproduktion erkennt ein smartes System schon im Voraus anhand der Wetterdaten. Wie das geht, haben wir hier beschrieben. Auch kann das System den Hausbesitzer darauf hinweisen, was er nun laden oder anstellen kann. Oder ob er das besser lässt, weil sonst die Batteriefüllung nicht mehr zum Laden des E-Autos reicht und teurer Strom aus dem Netz bezogen werden müsste.

Die Vision für diese externe Einbindung eines E-Autos geht sogar noch weiter. Im Regelenergiemarkt wird man dafür belohnt, dass man Strom zu Überproduktionszeiten entweder einspeichert oder, wenn er knapp wird, auf Bezug aus dem Netz verzichtet. Das gilt aber nur für Großverbraucher und -erzeuger ab fünf Megawatt Leistung.

Regelenergie für die Zukunft

Dank der Digitalisierung können jedoch auch viele Batteriespeicher und die E-Mobile, die sie versorgen, zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengeschalten werden und so noch eine Netzdienstleistung erbringen, für die es Geld gibt. Derzeit ist der Regelenergiemarkt zwar nicht sehr lukrativ. Technisch ist das jedoch heute schon darstellbar und wird sich wohl auch in Zukunft durchsetzen. Ein schöner Gedanke: Für die Befüllung des eigenen E-Mobiles noch Geld erhalten. Doch das geht eben nur mit einer smarten Einbindung

Die Ladestation, auch Wallbox genannt, kostet zwischen 700 und 2.000 Euro. Sie benötigt wenig Platz. Es gibt Komplettangebote, die man an die Carport-Wand hängen kann. Selbst PV-Analgen sind passend dafür erhältlich. Bei einer Fahrleistung von 12.000 km im Jahr sollte man etwa 20 m2 PV-Fläche haben. Do-it--yourself ist hier jedoch nicht angesagt. Die Installation sollte immer ein Fachmann übernehmen.

Im letzten Teil am 29.05.2018 unserer Serie zeigen wir, was ein Handwerker so alles am Smart Home verdienen kann, und stellen einige praktische Beispiel vor.

Bisher erschienen:
1 Smarte Haustechnik – eine Übersicht
2 Sicherheit
3 Smart Meter Rollout
4 Eigenversorgung mit Strom
5 Smart Metering bei Wärme und Wasser
6 Digitalisierte Heizung
7 Verschattungslösungen
8 Beleuchtung
9 Brandschutzsysteme
10 AAL
11 Smarte Hausgeräte
12 Einbindung externer Komponenten

Erscheinen demnächst:
13 Praxisbeispiele

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