Der Anlagendruck wird durch Druckhaltepumpen erzeugt. Dabei übernimmt im Gegensatz zu Kompressoranlagen ein druckloses Membrandruckausdehnungsgefäß den Volumenausgleich. Durch eine wasserseitige Steuereinheit mit Pumpe und Überströmventil wird der richtige Betriebsdruck in Grenzen von ca. +/- 0,2 bar gehalten.
Aufgrund der nahezu trägheitslosen Arbeitsweise wird dieses System in sehr großen Anlagen (Kraft- und Fernwärmeanlagen) eingesetzt. Auch bei diesem System ist fasst das gesamte Nennvolumen des Ausdehnungsgefäßes zur Aufnahme des Ausdehnungswassers nutzbar.
Werden Pumpen mit einer Drehzahlregelung (z.B. über einen Frequenzumrichter) eingesetzt, dann kann die Anlage ohne Membrandruckbehälter betrieben werden. Die Pumpe reguliert dann den Druck selber.
Das drucklose Ausdehnungsgefäß kann zusätzlich zur Entgasung des Heizungswassers eingesetzt werden. Ein kleines Wasservolumen wird abgezweigt und in einen drucklosen Behälter geleitet. Hier sinkt der Druck auf den Umgebungsdruck und ein Großteil der Luft entweicht. Ein gleichgroßes Wasservolumen wird über eine Druckhaltepumpe zurück in die Anlage gefördert, um so den Druck in der Anlage konstant zu halten.