Ein unkontrollierter
Rußbrand (
Schornsteinbrand) kann durch Hart- oder
Glanzruß im Schornstein ausgelöst werden. Der Ruß entsteht durch
Brennstoffe, die zur Teerbildung neigen, so z. B. Holz, Torf, Rohbraunkohle. Es handelt sich dabei um
Kohlenwasserstoffe, die nicht in den
Feuerstätte verbrannt werden und sich im Rauchrohr und
Schornstein ablagern.
Wenn in einem
Schornstein starke Glanzrußablagerungen vorhanden sind, dann muss der
Schornstein kontrolliert ausgebrannt werden. Wird es versäumt, kann es zu einem gefährlichen unkontrollierten
Schornsteinbrand führen.
Eine Alternative zum kontrollierten Ausbrennen eines Schornsteins ist das
Ausschlagen.
Zu dem
Ausschlagen eines
Schornsteins wird eine
motorgetriebene Kette, die auf einer rotierenden Welle befestigt ist, von der Mündung aus eingeführt und reinigt den Kamin durch die kreisende (schlagende) Bewegung der Kette. Diese Methode sollte man anwenden, wenn das Brandrisiko (z. B. in Altbauten mit Holzbalkendecke) nicht abgeschätzt werden kann oder wenn man nichts über den Zustand des z. B. einschaligen
Schornsteins weiß.
Hierbei gibt es
keine thermische Belastung des
Schornsteins. Bei einem intakten, fachgerecht erstellten
Schornstein aus Mauerwerk gibt es bei der
mechanischen Belastung keine Probleme. Aber wenn der
Schornstein vorgeschädigte Steine oder Fugen hat, werden diese weiter beschädigt. Für gemauerte
Schornsteine, besonders in älteren Gebäuden ist diese Methode auf Grund des
Brandschutzes dem Ausbrennen vorzuziehen. Der Reinigungsgrad ist aber nicht so hoch wie bei der Ausbrennmethode.