Dachlawinen entstehen durch das Antauen einer
Schneedecke auf einem Steildach und das besonders bei Metalldächern. Der
häufigste Grund ist eine schlechte oder unzureichende Dachdämmung. Aber
auch Neuschnee, der auf den alten festen Schnee fällt, kann schnell ins
Rutschen kommen. Genauso kann einsetzendes Tauwetter die oberen
Schneeschichten lösen und diese nehmen bei dem Hinabrutschen oder
-rollen weiteren Schnee auf.
Besonders Dächer mit großenflächigen Solarkollektoren oder PV-Anlagen können aufgrund ihrer glatten Fläche zu einem Abrutschen einer dickeren Schneeschicht führen. Abtaueinrichtungen können diesen Effekt noch verstärken.
Diese Schneebretter haben eine derartige Größe und
Gewicht, dass sie eine Gefahr für vorbeigehende Personen und
Gegenstände, z. B. abgestellte Autos, werden können.
Der Hauseigentümer muss aufgrund der Verkehrssicherungspflicht geeignete Maßnahmen ergreifen, um eine Gefährdung von Personen und Sachen zu vermeiden.
Eine Dachflächenheizung wäre hier die sicherste Lösung, aber sie ist in diesem Fall nicht vorgeschrieben und sehr kostenaufwendig. Also hilft hier nur das rechtzeitige Abschaufeln zu großer Schneelasten oder eine Absperrung der gefährdeten Bereiche. Es können aber auch je nach Bundesland bzw. Schneelastzone Schneefangsysteme vorgeschrieben sein.
| Schneedichten |
| Schneeart | Dichte - kg/m3 |
| lockerer, trockener Neuschnee | 30 bis 50 |
| gebundener Neuschnee | 50 bis 100 |
| stark gebundener Neuschnee | 100 bis 200 |
| Schwimmschnee | 150 bis 300 |
| trockener Altschnee | 200 bis 400 |
| feuchtnasser Altschnee | 300 bis 500 |
| mehrjähriger Firn | 500 bis 800 |
| Eis | 800 bis 900 |