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OldBo
21.01.2019
Die Schneelast gehört zu den klimatisch bedingten veränderlichen Einwirkungen auf Bauwerke und Bauteile.
Schneelastzonen
 Schneelastzonen
Quelle: KilletSoft
Der Standsicherheitsnachweis für die Schnee- und Eislast für ein Gebäude wird in der DIN 1055 "Lastannahmen für Bauten - Verkehrslast; Schneelast und Eislast" geregelt.

Besonders durch Schneelasten kommt es immer wieder zu Schäden an Gebäuden und hier speziell an Dächern. Die Druckbelastung (Flächenlast), die durch den Schnee entstehen kann, wird immer noch unterschätzt. Die Schneelasten sind von der Schneelastzone bzw.   Klimazone und der  Höhenlage abhängig. Eine   zulässige Schneelast von  z. B. 1 kN/m2 bedeutet, dass 100 kg Schnee, bezogen auf einen m2 Grundrissfläche des Daches (Projektion auf die Waagrechte), zulässig sind.

In Deutschland gibt es die Zonen 1 bis 3 und die Zonen 1a und 2a. Die Schneehöhe ändert sich überproportional zur Höhenlage, deshalb muss auch diese Einflussgröße berücksichtigt werden. Bei der Berechnung der Dachstatik und bei der statischen Dimensionierung von Solarthermie- und Photovoltaikanlagen ist die Schneelast neben der Windlast ein wichtiger Berechnungsfaktor.

Das Schneeklima wird von der Firma C. Killet in einer Schneelastzonenkarte erfasst, welche die Schneeintensität für verschiedene geographische Regionen angibt.
Schneeart
Dichte (kg/m3)
trockener Pulverschnee
30 bis 50
normaler Neuschnee
50 bis 100
feuchter Neuschnee
100 bis 200
trockener Altschnee
200 bis 400
feuchter Altschnee
300 bis 500
Firn
500 bis 800
 Eis  ca. 900















Wie man es der Tabelle entnehmen kann ist nicht die Schneehöhe, sondern das Schneegewicht ausschlaggebend. So ist z. B. Pulverschnee leichter als Nassschnee und Nassschnee ist leichter als Eis. Der Grund dafür ist, dass Schnee in seinen verschiedenen Zustandsformen unterschiedlich Dichten hat und dadurch verschieden schwer ist. Spätestens wenn die zulässige Schneelast erreicht ist, muss das Dach vom Schnee geräumt werden. Bei Flachdächern , aber auch bei Dächern mit geringer Neigung, kann auch eine Dachflächen- und Fallrohrheizung notwendig werden, um eine Eisbildung zu verhindern.

Die Schneelast kann erhebliche Kräfte auf Photovoltaik-Module oder Solarkollektoren und die Verankerung der Montagevorrichtung ausüben. Deshalb muss sie bei der Planung und im Betrieb der Anlage berücksichtigt werden. Außerdem kann es im Winter zu Ertragseinbußen kommen, sofern der Schnee die Fläche über einen langen Zeitraum bedeckt.

Je höher der Neigungswinkel ist, desto schneller rutscht Schnee von allein von den den glatten Flächen inform von Dachlawinen ab. Im Normalfall bleibt der Schnee liegen. Wenn aber die Schneelast zu groß wird, muss der Schnee geräumt werden. Hierzu ist die Anschaffung spezieller Räumwerkzeuge sinnvoll, die ein Herumklettern auf dem Dach überflüssig machen. Diese Werkzeuge weisen überdies keine scharfen Kanten auf und schonen die Module bzw. Kollektoren.

Zur Eisbildung kann es kommen, wenn das Dach ungenügend gedämmt ist oder wenn sich Tau- und Frostperioden abwechseln. Hier kann es auch zu Dachlawinen kommen. Besonders bei Flachdächern können defekte, verstopfte bzw. eingefrorene oder zu gering dimensionierter Dachentwässerungseinrichtungen dazu führen, dass Schmelz- und Regenwasser nicht abfließen kann und sich Wassersäcke oder Wasserflächen bilden.

Bei der Befestigung von thermischen Kollektoren und PV-Kollektoren sind die statischen Anforderungen (DIN1055) zu beachten. Hier sind besonders die Lastannahmen zu berücksichtigen, die in den jeweiligen Windlast- und Schneezonen angegeben sind. In den Rand- und Eckbereichen von Dächern sind spezielle Befestigungssysteme einzusetzen, da die hier auftretenden Windlasten (Sog [Lee] und Druck[Luv]) deutlich höher sind als im restlichen Dachbereich. Der Mindestabstand von den Kollektoren bis zum äußeren Dachrand soll ein Meter betragen.

Natürlich muss das Dach die zusätzliche Last der Kollektoren und der Befestigungssysteme tragen können. Dies ist besonders bei der Flachdachmontage zu beachten, wenn Ballastbefestigungssysteme verwendet werden. Die Kollektoren und die Rohrdurchführungen müssen so angebracht werden, dass die Regen-, Wind- und Luftdichtheit der Gebäudehülle gewährleistet bleibt. Das setzt eine fachgerechte Montage der passenden Befestigungssysteme voraus.

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