Der
Standsicherheitsnachweis für die
Schnee- und Eislast für ein
Gebäude wird in der
DIN 1055-5 "Lastannahmen für Bauten - Verkehrslast;
Schneelast und Eislast" geregelt.
Zur
Eisbildung bei aufgelagertem Schnee kann es kommen, wenn das Dach ungenügend gedämmt
ist oder wenn sich Tau- und Frostperioden abwechseln. Hier kann es auch
zu
Dachlawinen kommen. Besonders bei
Flachdächern können defekte, verstopfte bzw. eingefrorene oder zu gering dimensionierter
Dachentwässerungseinrichtungen dazu führen, dass Schmelz- und
Regenwasser nicht abfließen kann und sich
Wassersäcke oder
Wasserflächen bilden.
| Schneeart | Dichte (kg/m3) |
| trockener Pulverschnee | 30 bis 50 |
| normaler Neuschnee | 50 bis 100 |
| feuchter Neuschnee | 100 bis 200 |
| trockener Altschnee | 200 bis 400 |
| feuchter Altschnee | 300 bis 500 |
| Firn | 500 bis 800 |
| Eis | ca. 900 |
Wie man es der Tabelle entnehmen kann, ist nicht die Schneehöhe, sondern das Schneegewicht ausschlaggebend. So ist z. B. Pulverschnee leichter als Nassschnee und Nassschnee ist leichter als Eis. Der Grund dafür ist, dass Schnee in seinen verschiedenen Zustandsformen unterschiedlich Dichten hat und dadurch verschieden schwer ist. Spätestens wenn die zulässige Schneelast erreicht ist, muss das Dach vom Schnee geräumt werden. Bei Flachdächern , aber auch bei Dächern mit geringer Neigung, kann auch eine Dachflächen- und Fallrohrheizung notwendig werden, um eine Eisbildung zu verhindern.