Das
Sturmglas(-
Barometer) eigentlich kein "richtiges"
Barometer, weil die
Flüssigkeit (
Kupfersulfat- oder Campher-Alkohol-Lösung) nicht direkt auf den
Luftdruck reagiert. Das Sturmglas wird
seit 1750 auf
Segelschiffen für die
Sturmwarnung verwendet. Bis heute gibt es keine genaue Erklärung für die Funktionsweise.
Das Sturmglas besteht aus einer hermetisch abgeschlossenen Glasröhre mit einer gesättigten, farblosen
Kupfersulfat- oder
Campher-Alkohol-Lösung. Bei Wetteränderungen wachsen in dieser Lösung Kristalle, in der Größe und Form auf das Wetter schließen lassen.
Für die
Funktionsweise gibt es
verschiedene Erklärungen.
- Bei einem offenen Glas kann das Kristallwachstum durch einen sinkenden Luftdruck entstehen, der eine Sturmfront ankündigt. Je geringer der Luftdruck ist, desto geringer ist die Menge an Fremdstoffen, die in einer Flüssigkeit gelöst sein können, ohne dass diese übersättigt. Der verminderte Luftdruck führt somit zu einer vorübergehenden Übersättigung der Lösung, und es bilden sich temporär Kristalle.
- Da das Sturmglas aber hauptsächlich mit einer hermetisch abgeschlossenen Glasröhre
verwendet wird, kann der Luftdruck keinen Einfluss auf die
Kristallbildung bzw. Veränderung oder Auflösung der Kristalle haben. Man
geht davon aus, das die Größe der Kristalle in dem Glas von dem
Auftreten elektromagnetischer Längstwellen (Sferics
- kleine elektromagnetische Impulse, die bei Gewittern entstehen)
beeinflusst werden. Das Sturmglas zeigt also Sferics und somit den
Aufzug eines Tiefdruckgebietes (Schlechtwetter), an.
Das Sturmglas soll eine Wettervorhersage über einen Zeitraum von ca. 24 bis 36 Stunden erlauben.
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| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | | Farn-ähnliche Kristalle bilden sich | Farn-ähnliche Kristalle verschwinden | Sternkristalle schweben nach unten | Kristalle überall in der Flüssigkeit | Klare Flüssigkeit | | Kalt und stürmisch | | Frost | | Heiter und trocken | |
| Die Farn-ähnlichen Kristalle sind auf der Windseite (Luv-Seite) am höchsten. |
| Quelle: E. S. Soerensen/Stig Larsen |