Die
Härte einer Flüssigkeit (Trink- und
Regenwasser,
Heizungswasser, Solar- und
Kühlflüssigkeit) kann mit
verschiedenen Methoden gemessen werden. Außerdem sollte man wissen, welche Härte erfasst werden soll.
Am einfachsten kann die
Messung des
Härtegrades mit
Messstäbchen durchgeführt werden. Da diese Messmethode ungenau ist, sollte eine genauere Methode eingesetzt werden. Hier werden
elektronische Messgeräte (
Photometer) verwendet. Der Härtegrad kann auch über
chemische Messsubstanzen (
titrimetrische Messverahren), die dem
Wasser zugefügt werden, ermittelt werden. Durch die Verfärbung wird der Härtegrad angezeigt.
Zur
groben Abschätzung der
Wasserhärte gehören zu jedem Wasserenthärtungsgerät entsprechende
Teststreifen. Mit dem Teststreifen kann der Betreiber schnell und einfach selbst die
Wasserhärte bestimmen. Um die
Wasserhärte abzulesen, muss der Teststreifen mit allen Testzonen für zwei bis drei Sekunden in kaltes, stehendes Wasser gehalten werden. Die Anzahl der nach einer Minute rot eingefärbten Felder gibt den Härtegrad an. Sind zwei oder mehr Testzonen rot, enthält das
Wasser zu viel Kalk.
Die
Wasserhärte kann mit
3 Photometer (
Magnesium-
Wasserhärte, Calcium-
Wasserhärte oder Gesamthärte) gemessen werden. Die beiden Messgeräte für Ca- u. Mg-
Wasserhärte geben die Messergebnisse in mg/l aus, während das Gerät für die
Gesamthärte das Messergebnis in 4 verschiedenen Einheiten angibt (ppm (oder mg/l), deutsche °dH [Grad deutscher Härte], französische °fH, englische °e). Für die Bewertung der
Wasserhärte wird der
Summenparameter "
Gesamthärte" (Summe der beiden Ionenarten Mg und Ca) herangezogen. Dies ist z.B. zur Vermeidung von
Korrosionsschäden an Rohrleitungen und Kühlanlagen erforderlich.
Bei
Titriermessbestecken werden die
Messergebnisse durch das
Zählen der Tropfen bis
Farbumschlag ermittelt. Da der Farbumschlag deutlich sichtbar ist, ist der Wert im Vergleich zu den
colorimetrischen Messmethoden recht einfach zu bestimmen, da hierbei keine Probleme bei der Farbzuordnung auftreten können.
Ein
Wasserüberwachungssystem wird eingesetzt, um die
Wasserhärte vollautomatisch zu
messen und
überwachen.
Die
Einsatzbereiche sind die Regenerationsauslösung von Basenaustauschern, zur Überwachung von Verschneideeinrichtungen, von Kreislaufwässern und in Kesselhäusern zur Überwachung des Speisewassers und des Kondensatwassers.
Die
Messung erfolgt mit Hilfe einer
Einkomponenten-Reagenz nach der
Titrationsmethode. Eine schrittmotorgesteuerte Schlauchpumpe in Verbindung mit einer intelligenten Software ermöglichen eine genaue Dosierung und Messung der Farbveränderungen in der Messkammer.