Zunehmend, und besonders in öffentlichen oder halböffentlichen Sanitärräumen, werden WC-Spülsysteme und Urinal-Spülsysteme eingesetzt.
Das Kernstück der WC-Spülsysteme ist eine Wandeinbau-Spülarmatur, mit der nur einem Rohbau-Set für unterschiedliche Fertigbau-Sets notwendig sind. Das System gibt es mit verschiedenen Frontplatten mit unterschiedlichen Technologien. Die Auslösung erfolgt mechanisch, elektronisch über Einmengenspülung (4,5 - 9 l) und Zweimengenspülung ( 6 l [4,5 - 9 l] Spülung einstellbar 3 l Sparspülung) oder über Infrarotsensor (Automatische Spülung beim Verlassen des Sensorbereichs und Zwischenspülung alle 10 Minuten für den Behindertenbereich).
Das Herzstück der WC-Wandeinbau-Spülarmaturen ist die Selbstschlusskartusche aus korrosionsresistentem POM-Hochleistungskunststoff mit integrierter Düsenreinigungsnadel. Es stehen je nach Funktion Ein- bzw. Zweimengen-Selbstschlusskartuschen zur Verfügung.
Um ständige Spülbereitschaft der Armatur und damit den notwendigen Fließdruck (Niederdruck: Fließdruck 0,8 - 2,5 bar / Standarddruck: Fließdruck 1,2 - 5,0 bar) zu gewährleisten, ist die Anschlussleitung auf mindestens DN 25 zu dimensionieren. Die Dimensionierung muss je Objekt (Gleichzeitigkeitsfaktor) und Rohrwerkstoff (nach DIN EN 806-3 und der nationalen Ergänzungsnorm DIN 1988-300) berechnet werden. Die Faustformel "Leitung eine Nennweite größer als die Anschlussnennweite" reicht nur in Einfamilienhäusern.