Spülsysteme (Spülarmaturen bzw. der Druckspüler) haben hydraulisch gesteuerte Armaturen, die den Wasserdurchfluss durch den vorhandenen Wasserdruck öffnen bzw. absperren. In der Regel wird der Durchfluss von Hand ausgelöst und schließt nach einer bestimmten Zeit selbsttätig (Selbstschlussarmatur). Sie werden hauptsächlich als Spüleinrichtung an WC’s und Urinalen eingesetzt. Die Urinalspüler können auch durch einen Infrarotsensor ausgelöst werden. Die WC-Druckspüler werden immer mehr durch Spülkästen ersetzt.
Die Armaturen können je nach Einsatzzweck von 1 bis 12 Liter Durchfluss eingestellt werden. Außerdem haben die meisten Armaturen eine sog. Spartaste, die nur den halben Durchfluss freigibt.
Zunehmend, und hier besonders in öffentliche oder halböffentliche Sanitärräumen, werden Urinal-Spülsysteme und WC-Spülsysteme eingesetzt.
Um ständige Spülbereitschaft der Armatur und damit den notwendigen Fließdruck (Niederdruck: Fließdruck 0,8 - 2,5 bar / Standarddruck: Fließdruck 1,2 - 5,0 bar) zu gewährleisten, ist die Anschlussleitung auf mindestens DN 25 zu dimensionieren. Die Dimensionierung muss je Objekt (Gleichzeitigkeitsfaktor) und Rohrwerkstoff (nach DIN EN 806-3 und der nationalen Ergänzungsnorm DIN 1988-300) berechnet werden. Die Faustformel "Leitung eine Nennweite größer als die Anschlussnennweite" reicht nur in Einfamilienhäusern.