Im Gegensatz zur Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl µ berücksichtigt die wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke (Sd-Wert) auch die tatsächliche Stärke des Bauteils und nicht nur die Materialeigenschaft.
Der Sd-Wert (Einheit > m) ist für die Beurteilung der feuchtetechnischen Sicherheiten von Baukonstruktionen (Dämmstoffe, Dampfbremse bzw. Dampfsperre) eine wichtigere Kenngröße als der µ-Wert. Mit ihm wird ein Bezug zu der tatsächlichen Bauteilstärke hergestellt. Der Sd-Wert ist die wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke und wird aus der Stärke des Bauteils (m) und der Stoffeigenschaft µ berechnet (Sd = m * µ) .
Der Wasserdampfdiffusionswiderstand eines Baustoffes bzw. Bauteils steht in Beziehung zur Luft. Bei mehrschichtigen Bauteilen, wird der Sd-Wert schichtenweise ermittelt und addiert.
Die DIN 4108-3 2014-11 "Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden - Klimabedingter Feuchteschutz - Anforderungen, Berechnungsverfahren und Hinweise für Planung und Ausführung" unterscheidet zwischen diffusionsoffene Schicht (Sd ≤ 0,5 m), diffusionshemmende Schicht (Sd 0,5 bis 1500 m) und diffusionsdichte Schicht (Sd ≥ 1500 m).