Bei dem Bodenverdrängungsverfahren mit ungesteuerten Erdraketen arbeitet mit einer pneumatisch angetriebene Erdraketen. Hier wird bei dem Vortrieb der Boden in das umgebende Erdreich verdrängt und verdichtet. Dadurch entsteht eine Erdröhre in die muffenlose Kurz- oder Langrohre bis DA 160 (OD > outside diameter (Rohr-Außendurchmesser da) aus Kunststoff (PE, PVC oder PE-X) und aus Metall (z. B. St) oder auch Kabel jeglicher Art auf Bohrlängen je nach Boden bis 40 m sofort oder nachträglich eingezogen werden. Für den Betrieb ist ein Kompressor mit 6 - 7 bar Betriebsdruck erforderlich. Eine Voraussetzung für die Zielgenauigkeit ist die exakte Ausrichtung auf das Ziel.
Wichtig ist, dass der zu durchörternde Baugrund ausreichend verdrängungsfähig ist. Gestartet wird aus einer Grube oder einem Keller. Der Bodenverdrängungshammer liegt in der Regel auf einer einjustierbaren Lafette. Mittels Peiloptik wird das Ziel anvisiert und die Maschine in Höhe und Seite ausgerichtet. Bei den Bodenverdrängungshämmern erfolgt der Vortrieb durch einen mittels Druckluft (normaler Baustellenkompressor) angetriebenen Kolben. Für den Vortrieb ist Mantelreibung erforderlich. Ist diese z. B. in lockeren, weichen Böden nicht ausreichend vorhanden, ist von außen eine statische Unterstützung möglich.
Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Systeme
1. Entweder beaufschlagt der Kolben das Gehäuse und treibt so die gesamte Erdrakete und anhängenden Rohrstrang in einem Stoß nach vorn (starres System)
2. Der Kolben schlägt zuerst auf einen beweglichen Meißelkopf und danach auf das Gehäuse. Die Erdrakete wird also in 2 Arbeitsschritten (2-Takt-Prinzip) vorwärts bewegt.
Die Bodenverdrängungshämmer erreichen je nach Boden eine Vortriebsgeschwindigkeit bis 15 m/h. Um Aufwölbungen an der Oberfläche zu vermeiden, ist ein Überdeckungsmaß von mind. dem 10fachen des Gehäusedurchmessers zu empfehlen. Die Bodenverdrängungshämmer sind mit einem Rückwärtsgang ausgestattet. Der Gerät mit einem beweglichen Meißelkopf ist einfach per Hebel umsteuerbar. Durch Aufstecken eines Kopfes mit integriertem Sender oder durch einen eingebauten Sender im Schlauch ist auch die Ortung aber keine Steuerung möglich.