Die HDD-Technologie (Horizontal Directional Drilling) wird zunehmend bei der Neuverlegungen von Ver- und Entsorgungsleitungen (Gas, Wasser, Stromkabel, Abwasser, Hausanschlüsse) und bei ganze Druckabwassernetze eingesetzt. Bei dem Verlegen von Kommunikationsleitungen (Kupferleitungen, Glasfaser, Steuer- und Meldeleitungen) ist die HDD-Verlegetechnik schon weit verbreitet.
Bei der Horizontalbohrtechnik wird im exakt georteten und gesteuerten Vorbohren der gesamten Verlegestrecke mit einem dünnen, sehr flexiblen, auch um Kurven herumführbarem Pilotbohrgestänge. Ein Sender im Bohrkopf wird von der Geländeoberfläche durch elektromagnetische Signale gut verfolgt. Gesteuert wird er über eine asymmetrische Schrägfläche am Bohrkopf, mit der exakte Richtungssteuerungen ,je nach Bohrkopfstellung, durch Schrägabstützung gegen den passiven Erddruck vor genommen werden können. Steht die Schrägfläche nachoben, wird der Bohrkopf (die Bohrlanze) durch reinen Vorschub nach unten gesteuert, bei Schrägflächenstelung nach unten geschieht das Gegenteil in der Richtungssteuerung und bei Seitenstellungen sind entsprechend Steuerungen nach links oder nach rechts möglich. Bei permanenter Rotation erfolgt Geradeausfahrt.