Das Press-Bohr-Verfahren wird für die ungesteuerte und gesteuerte Verlegung von Freigefälleleitungen speziell für Kanal-Hausanschlüsse eingesetzt. Der Start ist aus kleinsten Gruben und 1 m-Schächten möglich, da der Pressrahmen und die Bohr-Vorschubeinheit voneinander getrennt installiert werden können.
Herstellung von Abwasser-Hausanschlüssen
PHASE 1
Pilotrohrvortrieb: Das Pilotgestänge mit Pilotbohrkopf wird gesteuert (oder ungesteuert) aus Schacht oder Grube bodenverdrängend vorgetrieben.
PHASE 2
Aufweitbohrung: Nach dem Pilotrohrvortrieb wird das Bohrgestänge mit Bohrkopf und Schnecken verbunden und rotierend zum Bohrgerät zurückgezogen. Dabei wird das Erdreich über die Schnecken in die Zielgrube transportiert. Gleichzeitig werden die Schutzrohre oder die wiedergewinnbaren Stahlrohre (WG-Rohre) rotationsfrei über einen Lagerkorb am Ende der Bohrschnecke eingeschoben.
PHASE 3
Rohreinschub: Durch das anschließende Einpressen der Produktrohre vom Bohrgerät aus werden die WG-Rohre in die Zielgrube geschoben.Nachdem das Stahlrohr die Zielbaugrube erreicht hat, werden die Förderschnecken zur Startgrube zurückgezogen und geborgen. Es besteht weiterhin die Möglichkeit ein Medienrohr (z. B. Steinzeug-, Kunststoff- Beton- GFK- Vortriebsrohre) mit dem Stahlrohr zu verbinden und den Medienrohrstrang bei gleichzeitigem Ausbau der Stahlrohre in der Zielbaugrube in die Bohrung einzubringen.
Es handelt sich um ein Verfahren, das sich in der Praxis in verdrängungsfähigen bindigen und nicht bindigen Böden mit Korngrößen bis 63 mm bewährt hat.