Salzausblühungen (auch als "Salpeter" bezeichnet) wird oft mit Schimmel verwechselt, da sie auf den ersten Blick identische optische Merkmale aufweisen. Es werden jedoch völlig andere Gegenmaßnahmen erforderlich. Die ausgeblühten Salzkristalle, z. B. der Salpetersäure, sind grundsätzlich sehr trocken und von weißlicher Farbe. Schimmel dagegen schimmert gräulich und hat an der Oberfläche meistens einen leichten, feuchten Film gebildet.
Ob es sich um
Schimmel oder
Salzausblühungen handelt, kann zusätzlich durch eine
Kratzprobe festgestellt werden.
"Salpeter" ist aus
mineralischem Material und
kristallisiert im trockenen Zustand.
Schimmel ist
schmierig, glatt und hat einen
modrigen Geruch. Hier sollte man sich aber von einem kompetenten
Fachbetrieb für
Gebäudesanierung beraten lassen.
Das Auftreten von Salzausblühungen an den Wänden weist aber auf eine feuchte Bausubstanz hin und diese ist dann auch die Grundlage einer Schimmelpilz- und/oder Schwammbildung.
Salzausblühungen weisen nach medezinischen Erkenntnissen keine Wechselwirkung mit dem menschlichen Organismus aus, sodass wohl keine gesundheitlichen Gefahren zu befürchten sind.
Bei einer groben Beseitigung (z. B. abkratzen, abbürsten) kann es durch den entstehenden Staub zu Hauterkrankungen, Probleme mit den Bronchien und der Lunge kommen. Deswegen sollten immer eine Schutzkleidung, Handschuhe und ein Mundschutz bei der Bearbeitung getragen werden.
Die Ausblühungen (Effloreszenz) im Mauerwerk werden allgemein als "Salpeter" bezeichnet. Der Ausspruch ist nicht korrekt, weil man im Bautenschutz zwischen Chloriden, Sulfaten und Nitraten unterscheidet, die mit dem Wasser bzw. der starken Feuchtigkeit im Mauerwerk auskristallieren.
Neben der Gefahr der Ansiedelung von Schimmelpilzen, beeinträchtigt der Kristallisationsvorgang der Salze die Standfestigkeit des Mauerwerks. Wenn die Salze im Gestein oder Fugenmörtel auskristallieren, vergrößert sich deren Volumen sehr stark (bis zum 10-fachen des Ursprungsvolumens). Diese Volumenzunahme baut einen starken Druck im Gestein auf, der mit der Zeit dazu führt, dass die Steine gesprengt werden und der Fugenmörtel zerbröckelt, was die gesamte Statik des Gebäudes in Gefahr bringen kann.